Entwicklung eines Solarparks

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Wenn Sie darüber nachdenken, Ihr Ackerland oder Grünland für Photovoltaik zu verpachten, gibt es einige wichtige Schritte, die Sie beachten sollten, um sicherzustellen, dass der Ablauf der Verpachtung reibungslos verläuft. In diesem Artikel werden wir den Ablauf der Verpachtung Ihres Landes Schritt für Schritt durchgehen und auf die wichtigsten Punkte achten, die es zu beachten gilt.
 

1. Pachtpreis ermitteln

Der Pachtpreis für eine Acker- oder Grünfläche ist ein wichtiger Faktor bei der Nutzung von Land. Er bestimmt, wie viel Geld der Pächter an den Eigentümer zahlen muss, um das Land zu nutzen. Ein zu niedriger Pachtpreis kann dazu führen, dass der Pächter nicht in der Lage ist, das Land rentabel zu nutzen, während ein zu hoher Pachtpreis den Pächter überfordern kann.

Es ist daher wichtig, den richtigen Pachtpreis zu ermitteln, um eine gute Verhandlungsposition gegenüber Solarinvestoren zu haben. Eine Möglichkeit, den Pachtpreis zu ermitteln, ist die Verwendung eines Online-Pachtrechners. Diese Tools berechnen den Pachtpreis anhand verschiedener Faktoren wie der Größe des Landes, der Qualität des Bodens und der Lage. Sie bieten eine schnelle und einfache Möglichkeit, den Pachtpreis zu ermitteln und eine realistische Verhandlungsposition zu haben.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Online-Pachtrechner nur als Richtlinie dienen und nicht als definitive Quelle für den Pachtpreis betrachtet werden sollten. Es ist immer ratsam, sich von einem Fachmann beraten zu lassen und den tatsächlichen Wert des Landes von einem unabhängigen Gutachter schätzen zu lassen.

2. Lage prüfen

Nicht jede Ackerfläche oder Grünland eignet sich für die Verpachtung für Photovoltaik. Es gibt bestimmte Kriterien, die für eine solche Verpachtung wichtig sind.

  • Fläche: In der Regel wird eine Fläche von mindestens 5 Hektar als geeignet betrachtet. Ein kleineres Land würde in der Regel nicht genügend Platz für die Installation von Solaranlagen bieten.
  • Verpachtungszeitraum: In der Regel werden Solaranlagen für mehr als 20 Jahre verpachtet. Ein kürzerer Zeitraum würde den Solarinvestoren nicht genügend Zeit geben, um ihre Investition zu amortisieren.
  • Verschattung: Solaranlagen benötigen direktes Sonnenlicht, um effektiv zu arbeiten, und eine verschattete Fläche würde daher weniger geeignet sein.
  • Netzanschlusspunkt: In der Regel ist eine geringere Entfernung von Vorteil, da dies die Kosten für den Anschluss an das Stromnetz reduzieren würde.

Schließlich ist es wichtig, dass die Fläche über eine Grunddienstbarkeit verfügt, um sicherzustellen, dass Solarinvestoren das Land nutzen können.

Insgesamt gibt es also eine Reihe von Kriterien, die berücksichtigt werden müssen, wenn man darüber nachdenkt, eine Ackerfläche oder Grünland für Photovoltaik zu verpachten. Es ist wichtig, diese Kriterien sorgfältig zu prüfen, um sicherzustellen, dass die Verpachtung erfolgreich ist und beiden Seiten Vorteile bringt.

3. Investoren finden

Es kann schwierig sein, den richtigen Solarinvestor für eine Ackerfläche zu finden, aus verschiedenen Gründen. Einer dieser Gründe ist, dass es eine Vielzahl von Solarinvestoren auf dem Markt gibt, und es kann schwierig sein, den passenden zu finden.

Ein weiterer Grund ist, dass jeder Solarinvestor unterschiedliche Anforderungen hat, die erfüllt werden müssen. Einige Investoren suchen beispielsweise nach großen Flächen, während andere nur kleinere Flächen in Betracht ziehen. Andere wiederum legen Wert auf eine bestimmte Lage oder den Zugang zu Stromanschlüssen. Es ist daher wichtig, sich im Vorfeld über die Anforderungen der verschiedenen Solarinvestoren zu informieren, um den passenden zu finden.

Ein weiterer Grund, warum es schwierig sein kann, den richtigen Solarinvestor zu finden, ist, dass es oft schwierig ist, den tatsächlichen Wert einer Ackerfläche zu bestimmen. Es gibt verschiedene Faktoren, die den Wert einer Fläche beeinflussen, wie zum Beispiel die Größe, die Qualität des Bodens und die Lage. Es ist daher wichtig, sich von einem unabhängigen Gutachter beraten zu lassen, um den tatsächlichen Wert der Fläche zu ermitteln.

Insgesamt gibt es also eine Reihe von Gründen, warum es schwierig sein kann, den richtigen Solarinvestor für eine Ackerfläche zu finden. Es ist wichtig, sich im Vorfeld über die Anforderungen der verschiedenen Solarinvestoren zu informieren und den tatsächlichen Wert der Fläche von einem unabhängigen Gutachter schätzen zu lassen, um den passenden Investor zu finden.

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Sie möchten wissen, wie hoch der Pachtpreis für Ihr Ackerland oder Grünland ist? Unser Pachtrechner berechnet einen möglichen Pachtpreis für Ihre landwirtschaftliche Fläche.

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4. Pachtvertrag aufsetzen

Ein Pachtvertrag ist ein wichtiges Dokument, wenn es darum geht, eine Ackerfläche oder Grünland für Photovoltaik zu verpachten. Er regelt die Bedingungen und Konditionen der Verpachtung und stellt sicher, dass alle Beteiligten wissen, was von ihnen erwartet wird.

Ein Pachtvertrag sollte eine Reihe von Inhalten enthalten, um sicherzustellen, dass alle wichtigen Punkte abgedeckt sind. Dazu gehören:

  • Die Identitäten und Kontaktdaten aller Parteien (Pächter und Eigentümer)
  • Die Größe und Lage der verpachteten Fläche
  • Der Verpachtungszeitraum und die Kündigungsfristen
  • Die Höhe der Pachtzahlungen und wie und wann diese gezahlt werden
  • Die Nutzungsbedingungen der Fläche (z.B. ob sie für landwirtschaftliche oder industrielle Zwecke genutzt werden darf)
  • Die Verantwortlichkeiten des Pächters und des Eigentümers in Bezug auf die Instandhaltung und Pflege der Fläche
  • Die Kündigungsbedingungen (z.B. im Falle von Zahlungsverzug oder anderen Verstößen gegen den Pachtvertrag)

Es ist wichtig, dass alle diese Punkte im Pachtvertrag festgehalten werden, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten über ihre Rechte und Pflichten informiert sind.

Es ist auch wichtig, dass der Pachtvertrag von einem Anwalt oder Notar geprüft wird. Diese Fachleute haben die nötige Erfahrung und das Fachwissen, um sicherzustellen, dass der Vertrag rechtlich bindend ist und alle wichtigen Punkte abgedeckt sind. Sie können auch dabei helfen, eventuelle Streitigkeiten zu lösen, die im Laufe der Verpachtung auftreten könnten.

Insgesamt ist es wichtig, einen Pachtvertrag aufzusetzen und diesen von einem Anwalt oder Notar prüfen zu lassen, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten über ihre Rechte und Pflichten informiert sind und um eventuelle Streitigkeiten zu vermeiden.

5. Gemeinde überzeugen

Wenn eine Ackerfläche oder Grünland für die Nutzung durch Solarinvestoren umfunktioniert werden soll, ist es wichtig, dass die Gemeinde ihr Einverständnis dazu gibt. Dies ist wichtig, da die Gemeinde für die Planung und Entwicklung des Ortes verantwortlich ist und sicherstellen muss, dass die Verwendung der Fläche im Einklang mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften steht.

Die Gemeinde kann auch bestimmte Anforderungen stellen, die erfüllt werden müssen, bevor sie ihr Einverständnis zur Nutzung der Fläche durch Solarinvestoren gibt. Dazu gehören zum Beispiel Anforderungen an die Größe der Fläche, den Zugang zu Stromanschlüssen und die Entfernung zu Nachbargebäuden.

6. Einspeisung

Beim Einspeisen von Solarstrom aus einem Solarpark in das deutsche Stromnetz gibt es eine Reihe von Dingen zu beachten:

  1. Genehmigungen: Vor dem Bau eines Solarparks müssen verschiedene Genehmigungen eingeholt werden, darunter eine Baugenehmigung und eine Genehmigung für die Einspeisung des produzierten Stroms ins Netz.
  2. Netzanschluss: Es ist wichtig, dass der Solarpark über einen geeigneten Netzanschluss verfügt, um den produzierten Strom ins Netz einspeisen zu können.
  3. Einspeisevergütung: In Deutschland gibt es eine Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien, die über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt wird. Es ist wichtig, sich über die aktuellen Einspeisevergütungen zu informieren, um die wirtschaftliche Rentabilität des Solarparks sicherzustellen.
  4. Instandhaltung: Es ist wichtig, dass der Solarpark regelmäßig gewartet wird, um sicherzustellen, dass er effektiv arbeitet und mögliche Probleme schnell behoben werden.
  5. Versicherung: Es empfiehlt sich, den Solarpark adäquat zu versichern, um sich gegen Schäden und Ausfälle abzusichern.

Insgesamt gibt es also eine Reihe von Faktoren zu beachten, wenn man einen Solarpark in Deutschland betreiben möchte. Es ist wichtig, sich über die geltenden Gesetze und Vorschriften zu informieren und rechtlich abzusichern.

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Die Kauf- oder Pachtpreise für Grünland (Wiesen, Weideland) in Deutschland unterscheiden sich erheblich zwischen den Bundesländern und sogar innerhalb der Bundesländer. Laut einer europäischen Studie gehört Deutschland zu den Ländern in Europa mit den größten regionalen Preisunterschieden für Grünland.

Das statistische Bundesamt (Destatis) hat die Pachtpreise für Grünland in 2024 erhoben. Danach beträgt der durchschnittliche Pachtpreis für Grünland wie Wiesen oder Weideland 198 Euro pro Hektar.

Ortsübliche Pachtpreise 2024 für Grünland nach Bundesland

Die Pachtpreise für Grünland in Schleswig-Holstein sind mit 305 Euro pro Hektar die höchsten in Deutschland, obwohl sie im Vergleich zu 2016 „nur“ um 7 Euro gestiegen sind. In Niedersachsen, das den Nordlichtern dicht auf den Fersen ist, beträgt die Pacht für Grünland 296 Euro pro Hektar und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 26 Euro je Hektar erhöht. In Nordrhein-Westfalen kostet die Pacht pro Hektar Wiese oder Weideland derzeit 266 Euro je Hektar und in Bayern 257 Euro je Hektar. Im Vergleich zu 2016 sind die Pachtzahlungen für Grünland in diesen beiden Ländern um 35 Euro bzw. 36 Euro pro Hektar gestiegen.

Unter den ostdeutschen Ländern zahlen die Pächter in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt die höchsten Preise pro Hektar Grünland – nämlich 158 Euro und 154 Euro je Hektar -, was ähnlich viel ist wie in Baden-Württemberg mit ebenfalls 154 Euro pro Hektar, aber deutlich mehr als in den übrigen ostdeutschen Ländern und in Rheinland-Pfalz. Der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr betrug in den beiden genannten ostdeutschen Ländern 22 Euro bzw. 26 Euro pro Hektar.

 

Bundesland Pachtpreis in Euro pro Hektar Pachtpreis berechnen
Thüringen 93 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Schleswig Holstein 305 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Sachsen-Anhalt 154 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Sachsen 111 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Saarland 82 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Rheinland-Pfalz 110 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Nordrhein-Westfalen 266 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Niedersachsen 296 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Mecklenburg-Vorpommern 158 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Hessen 104 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Brandenburg 125 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Bayern 257 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Baden-Württemberg 154 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Deutschland 198 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »

Quelle: Destatis Landwirtschaftszählung 2020

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Pachtpreis berechnen

Solarprojekte als Treiber der Pachtpreise für Grünland

Die Pachtpreise für Grünflächen in Deutschland steigen weiterhin rasant an. Im Jahr 2024 haben die Pachtverträge für deutsche Landwirte mehr gekostet als je zuvor. Eine Ursache für diese Entwicklung sind neben der allgemeinen Inflation dieser Vermögensklasse auch Solarprojekte. Landbesitzer können durch die Verpachtung an Solarinvestoren bis zu zehnmal mehr Pacht pro Hektar erzielen als durch einen traditionellen Pachtvertrag.

Pachtpreise für landwirtschaftlich genutzter Flächen in Deutschland bis 2020 (Statista)

Wie errechnet sich der Pachtpreis für Grünland?

Der Pachtpreis für Grünland wird in der Regel auf der Grundlage von Flächenpreisen berechnet, die sich aus verschiedenen Faktoren ableiten. Dazu gehören unter anderem die geographische Lage und die Qualität des Landes, die Art der Nutzung und die damit verbundenen Ertragsaussichten, die Art und Qualität der Bewirtschaftung sowie die Marktlage für die betreffenden Produkte. Auch die Witterungsbedingungen, die Infrastruktur und die Zugänglichkeit des Landes spielen bei der Berechnung des Pachtpreises eine Rolle. In manchen Fällen werden auch andere Faktoren wie etwa der Zustand der Gebäude und Einrichtungen auf dem Land berücksichtigt.

Es gibt verschiedene Gründe, warum Solarinvestoren in der Lage sind, höhere Pachtpreise zu zahlen als herkömmliche Landwirte. Ein wichtiger Faktor ist die hohe Nachfrage nach erneuerbaren Energien, die dazu führt, dass Solarprojekte für Investoren attraktiv sind und sie bereit sind, höhere Pachtpreise zu zahlen, um Zugang zu geeigneten Flächen zu erhalten. Solarprojekte können aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der staatlichen Förderung auch wirtschaftlich attraktiv sein, wodurch die Investoren in der Lage sind, höhere Pachtpreise zu zahlen. Zudem können Solarprojekte aufgrund ihrer längeren Laufzeiten und ihrer stabilen Ertragsaussichten für Landbesitzer auch auf lange Sicht attraktive Pachtverträge darstellen.

Solarinvestoren suchen Flächen, die EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) förderfähig sind. Dafür muss die Fläche entweder als Konversionsfläche (versiegelte Flächen, Kiesgruben, Halden, Militärgebiete) ausgewiesen sein, sehr niedrige Bodenpunkte aufweisen (unter 35) oder in der Nähe einer Autobahn oder Bahnstrecke gelegen sein.

Was versteht man unter Grünland?

Grünland ist ein Landtyp, der vor allem aus verschiedenen Arten von Gräsern, Kräutern und Wildblumen besteht und als Weideland für Nutztiere wie Rinder, Schafe und Ziegen genutzt wird. Grünland kann sowohl natürliche Wiesen als auch künstlich angelegtes Weideland umfassen.

Grünland ist in der Regel ein wichtiger Bestandteil der Agrarlandschaft, da es eine wichtige Rolle bei der Produktion von Futter für Nutztiere spielt. Es kann auch als Lebensraum für eine Vielzahl von Wildtieren dienen und wichtige ökologische Funktionen erfüllen, wie z.B. die Erosionskontrolle und die Verbesserung der Bodenqualität.

In einigen Gebieten wird Grünland auch für die Erzeugung von Biomasse zur Energieerzeugung genutzt, beispielsweise durch die Produktion von Biogas aus Gras oder das Verbrennen von Gras in Biomasseheizkraftwerken.

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Solarparks spielen eine zunehmend wichtige Rolle in der globalen Energiewende. Sie erzeugen Strom aus Sonnenlicht, einer erneuerbaren und sauberen Energiequelle. Doch wie bei jeder Technologie gibt es sowohl Vorteile als auch Nachteile, die sorgfältig abgewogen werden müssen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte von Solarparks und untersucht die Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft.

Vorteile von Solarparks

Erzeugung von sauberer Energie

Solarparks erzeugen Strom durch die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie, was sie zu einer der saubersten Energiequellen macht. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen entstehen dabei keine Treibhausgase, die zur globalen Erwärmung beitragen. Dies trägt wesentlich zur Reduzierung der CO₂-Emissionen und zur Bekämpfung des Klimawandels bei.

Geringere Umweltbelastung

Im Vergleich zu traditionellen Kraftwerken, die mit Kohle, Öl oder Gas betrieben werden, haben Solarparks eine geringere Umweltbelastung. Sie verursachen keine Luftverschmutzung und produzieren weniger Abfall. Dies bedeutet, dass weniger Schadstoffe in die Umwelt gelangen und die Luftqualität verbessert wird.

Nachhaltige Landnutzung

Solarparks können auf Flächen errichtet werden, die für andere Zwecke nicht genutzt werden können, wie z. B. Brachflächen oder ehemalige Tagebaue. Dies ermöglicht eine effiziente Nutzung von Flächen, die ansonsten ungenutzt bleiben würden, und trägt dazu bei, wertvolles Land für die Landwirtschaft oder Wohnbebauung zu erhalten.

Das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) fördert explizit die Errichtung von Solarparks auf bereits verdichteten oder benachteiligten Böden, so dass kaum oder wenige Solarparks auf fruchtbarem Boden errichtet wird.

Weiter bietet die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen dem Boden und dem Grundwasser die Möglichkeit zur Regeneration. Pflanzen, die auf diesen Flächen wachsen, nehmen vorhandenes Nitrat auf. Da kein neues Nitrat zugeführt wird, wird das Grundwasser allmählich gereinigt.

Solarparks können die Biodiversität, also die Artenvielfalt, fördern. Eine Studie des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (BNE) hat diesen Zusammenhang detailliert untersucht:

  • Auf den Flächen eines Solarparks werden in der Regel keine Pestizide mehr eingesetzt, wie es bei einer vorherigen Nutzung als Ackerland wahrscheinlich der Fall war.
  • Die Freiräume zwischen den Solarmodulen bieten Lebensraum für verschiedene Pflanzen und Tiere. Je breiter diese Streifen sind und je mehr Licht sie erhalten, desto besser für die Biodiversität.
  • Solarparks sind weitgehend vor menschlichen Störungen geschützt, da nur selten Wartungsarbeiten durchgeführt werden und der Zutritt für die Allgemeinheit durch Zäune verhindert wird. Ein solcher ungestörter Lebensraum ist für viele Tierarten besonders wichtig.

Allerdings erfordern auch Solarparks gewisse Eingriffe in die Natur. Um sicherzustellen, dass die Photovoltaikmodule genügend Sonnenlicht erhalten, müssen die Flächen von Bewuchs freigehalten werden. Eine umweltfreundliche Methode hierfür ist die Beweidung mit Schafen. Durch das Grasen verhindern sie, dass einzelne Pflanzen zu groß werden, und helfen gleichzeitig anderen Pflanzengattungen, die sonst im Wettbewerb benachteiligt wären. Schafe legen mit ihren Hufen stellenweise den Boden frei, was das Keimen bestimmter Pflanzenarten erleichtert, und verteilen Samen durch ihr Fell weiter.

Diversifizierung der Energieversorgung

Durch die Integration von Solarparks in das Energieversorgungssystem kann die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert werden. Dies fördert eine diversifizierte Energieversorgung und erhöht die Energieunabhängigkeit eines Landes oder einer Region, was besonders in Krisenzeiten von Vorteil ist.

Schaffung von Arbeitsplätzen

Der Bau und Betrieb von Solarparks schaffen zahlreiche Arbeitsplätze. Von der Planung über die Installation bis hin zur Wartung werden Fachkräfte benötigt, was zur lokalen Wirtschaftsentwicklung beiträgt und die Arbeitslosigkeit in der Region senken kann.

Steigerung des Steueraufkommens

Kommunen profitieren finanziell von Solarparks durch die Erhebung von Gewerbesteuern und einer Stromabgabe, die der Betreiber zahlen kann. Diese zusätzlichen Einnahmen können in öffentliche Dienstleistungen und Infrastrukturprojekte investiert werden, was die Lebensqualität in der Region verbessert.

Grundlage ist die Regelung in § 6 EEG 2021: Gemeinden, die von der Errichtung einer Freiflächen-Solaranlage betroffen sind, dürfen von den Betreibern 0,2 Cent pro Kilowattstunde für die tatsächlich eingespeiste Strommenge als einseitige Zuwendung ohne Gegenleistung erhalten.

Weiter können Regionen mit einem stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien damit rechnen, dass sich langfristig Industrie in der Region ansiedelt und somit indirekt zusätzliche Einkommen für die Kommunen erzeugt werden.

Nachteile von Solarparks

Hohe Investitionskosten

Die Errichtung von Solarparks erfordert hohe Anfangsinvestitionen. Die Kosten für Land, Solarmodule, Installationen und Anschluss an das Stromnetz sind beträchtlich. Dies kann eine erhebliche Hürde darstellen, insbesondere in Regionen mit begrenzten finanziellen Ressourcen.

Betrachtet man jedoch ausschließlich die Stromerzeugungskosten, so liegt der Preis für Photovoltaik zwischen 2 und 6 Cent pro Kilowattstunde. Im Vergleich dazu kostet die Stromerzeugung:

  • mit Steinkohle 8 Cent pro KWh
  • mit Atomkraft zwischen 14 und 19 Cent pro KWh
  • mit Erdgas 17 Cent pro KWh
  • mit Windenergie 6 bis 11 Cent pro KWh

Eine Kilowattstunde Atomstrom kann somit bis zu zehn Mal teurer sein als eine Kilowattstunde Solarstrom.

Landverbrauch

Solarparks benötigen große Flächen, was zu Nutzungskonflikten führen kann. Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten oder Regionen mit intensiver Landwirtschaft kann der Landverbrauch problematisch sein. Der genaue Flächenbedarf hängt von der Größe der Anlage und der verwendeten Technologie ab. Beispielsweise benötigt ein Solarpark mit 10 MW Leistung ca. 7 Hektar Land.

In Deutschland beträgt der geschätzte Landverbrauch für die installierte Photovoltaikleistung von 80.000 MW zwischen 16.000 und 56.000 Hektar. Dies ist im Vergleich zur Fläche für Lebensmittel- und Futteranbau mit etwa 17,7 Millionen Hektar jedoch eher gering.

Um die deutschen Ausbauziele bis 2035 zu erreichen werden maximal 3-4% der Fläche für Photovoltaik benötigt.

Schwankende Stromerzeugung

Die Stromerzeugung von Solarparks ist wetterabhängig und daher schwankend. An bewölkten Tagen oder in der Nacht wird kein Strom produziert, was zu Herausforderungen bei der Netzstabilität führen kann.

Allerdings können fortschrittliche Speichersysteme, wie Batteriespeicher oder Wasserstoffspeicher, dieses Problem zunehmend mildern.

Recycling der Solarmodule

Ein weiterer Nachteil ist das Recycling der Solarmodule am Ende ihrer Lebensdauer. Obwohl immer mehr Unternehmen sich auf das Recycling spezialisieren, ist die Entsorgung von Solarmodulen noch nicht vollständig gelöst. Dies kann zu Umweltproblemen führen, wenn die Module unsachgemäß entsorgt werden.

Akzeptanz in der Bevölkerung

Nicht alle Menschen stehen Solarparks positiv gegenüber. Manche empfinden die Anlagen als störend für das Landschaftsbild, was zu Widerstand in der Bevölkerung führen kann. Eine transparente Kommunikation und Beteiligung der Bürger bei der Planung können helfen, die Akzeptanz zu erhöhen.

Abhängigkeit von staatlicher Förderung

Die Rentabilität von Solarparks ist in vielen Ländern stark von staatlicher Förderung abhängig. Ohne finanzielle Anreize und Subventionen könnte der Ausbau von Solarenergie langsamer voranschreiten. Dies macht die Branche anfällig für politische Änderungen und wirtschaftliche Unsicherheiten.

Zusätzliche Überlegungen

Umweltauswirkungen des Anbaus von Lebensmitteln

Es ist wichtig, den Landverbrauch von Solarparks im Kontext anderer Landnutzungen zu betrachten. Der Anbau von Lebensmitteln und Futtermitteln hat ebenfalls negative Umweltauswirkungen, wie den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln sowie die Abholzung von Wäldern. Solarparks können eine umweltfreundlichere Alternative darstellen, insbesondere wenn sie auf nicht landwirtschaftlich nutzbaren Flächen errichtet werden.

Zukunftsperspektiven und technologischer Fortschritt

Die Technologie der Photovoltaik entwickelt sich stetig weiter, was zu höheren Effizienzgraden und niedrigeren Kosten führt. Dies macht Solarparks in Zukunft noch attraktiver und wirtschaftlicher. Durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung können viele der aktuellen Nachteile minimiert oder sogar vollständig beseitigt werden.

Fazit

Solarparks bieten eine Vielzahl von Vorteilen, darunter die Erzeugung sauberer Energie, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Allerdings gibt es auch Herausforderungen wie hohe Investitionskosten, Landverbrauch und schwankende Stromerzeugung, die berücksichtigt werden müssen. Durch technologische Fortschritte und eine nachhaltige Planung können viele dieser Nachteile überwunden werden. Eine sorgfältige Abwägung der Vor- und Nachteile ist entscheidend, um die Potenziale von Solarparks voll auszuschöpfen und gleichzeitig negative Auswirkungen zu minimieren.

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Der Pachtpreis spielt für Eigentümer von Ackerland oder landwirtschaftlich genutzten Flächen eine zentrale Rolle bei der Verpachtung Ihrer Flächen. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über die aktuellen, ortsüblichen Pachtpreise, wie sie berechnet werden und welche Faktoren die Preise beeinflussen.

Die Pachtpreise für Ackerland in Deutschland sind ein entscheidender Faktor für Landwirte und Investoren. Sie variieren stark je nach Region und sind von verschiedenen Einflüssen abhängig. Der durchschnittliche jährliche Pachtpreis für landwirtschaftlich genutzte Flächen im Jahr 2023 lag bundesweit bei 357 Euro pro Hektar. In diesem Artikel erfahren Sie den konkreten Pachtpreis für ihre Region.

Ortsübliche Pachtpreise für Ackerland in 2024

Laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) betrug der durchschnittliche jährliche Pachtpreis für landwirtschaftlich genutzte Flächen im Jahr 2023 bundesweit 357 Euro pro Hektar. Dies stellt einen Anstieg von 9 % gegenüber 2020 dar, als der Durchschnittspreis noch bei 329 Euro lag. Dabei zeigen sich deutliche regionale Unterschiede:

  • Nordrhein-Westfalen: 560 Euro pro Hektar
  • Niedersachsen: 548 Euro pro Hektar
  • Schleswig-Holstein: 479 Euro pro Hektar
  • Bayern: 415 Euro pro Hektar
  • Saarland: 99 Euro pro Hektar
  • Alle Bundesländer

Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen zwischen 2020 und 2023 um 9 % gestiegen (Destatis)

Die höchsten Pachtpreise finden sich in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, wo die landwirtschaftlich genutzten Flächen besonders produktiv und begehrt sind. Im Saarland hingegen sind die Preise aufgrund geringerer Nachfrage und anderer regionaler Gegebenheiten deutlich niedriger.

 

Bundesland Pachtpreis in Euro pro Hektar Pachtpreis berechnen
Thüringen 195 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Schleswig Holstein 479 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Sachsen-Anhalt 323 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Sachsen 214 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Saarland 99 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Rheinland-Pfalz 290 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Nordrhein-Westfalen 560 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Niedersachsen 548 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Mecklenburg-Vorpommern 305 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Hessen 207 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Brandenburg 185 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Bayern 415 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Baden-Württemberg 274 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »
Deutschland 357 Euro / Hektar Jetzt Pacht berechnen »

Quelle Pachtpreisspiegel: Destatis Pachtentgelt 2024

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Pachtpreis berechnen

Faktoren, die den Pachtpreis beeinflussen

  1. Bodenqualität und Ertragsfähigkeit: Hochwertige Böden mit hoher Ertragsfähigkeit erzielen höhere Pachtpreise.
  2. Lage und Infrastruktur: Nähe zu Märkten und gute Verkehrsanbindung erhöhen den Wert der Pachtflächen.
  3. Nutzungskonkurrenz: Flächen, die auch für Solarprojekte oder andere nicht-landwirtschaftliche Zwecke attraktiv sind, können höhere Pachtpreise erzielen.
  4. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen: Inflation und allgemeine wirtschaftliche Trends beeinflussen die Pachtpreise ebenfalls.

Berechnung der Pachtpreise

Pachtpreise werden in der Regel auf Basis des Hektarpreises berechnet. Dabei fließen Faktoren wie die Bodenqualität, die durchschnittlichen Erträge und die regionalen Marktbedingungen ein. Ein praktisches Tool zur Berechnung der Pachtpreise ist der online verfügbare Pachtrechner, der individuelle Parameter berücksichtigt und eine zuverlässige Schätzung liefert.

Hohe Pachtpreise für die Verpachtung für erneuerbare Energien

Die Verpachtung von Flächen für erneuerbare Energien ist ein lukratives Geschäft für Landbesitzer geworden. Hohe Pachtpreise werden durch die Nachfrage nach geeigneten Flächen für Solarparks, Windkraftanlagen und Batteriespeicher angetrieben. In diesem Artikel beleuchten wir die verschiedenen Möglichkeiten und deren wirtschaftliche Vorteile.

Solarparks

Solarparks, insbesondere Freiflächenanlagen, bieten eine attraktive Einkommensquelle. Die Pachtpreise für solche Flächen liegen häufig zwischen 3.500 und 5.000 Euro pro Hektar und Jahr. Diese hohen Preise sind auf die wachsende Nachfrage nach umweltfreundlicher Energie und die attraktive Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zurückzuführen. Solarprojekte bieten nicht nur eine nachhaltige Energiequelle, sondern auch eine langfristige und stabile Einkommensquelle für Landbesitzer.

Windkraftanlagen

Auch Windkraftanlagen tragen zu hohen Pachteinnahmen bei. Die Pachtpreise variieren je nach Standort und Windverhältnissen, liegen aber oft zwischen 20.000 und 30.000 Euro pro Jahr und Anlage. Die Errichtung von Windkraftanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen bietet Landbesitzern die Möglichkeit, von der Energiewende zu profitieren und gleichzeitig zur Reduzierung von CO₂-Emissionen beizutragen. Langfristige Pachtverträge mit Energieunternehmen sichern ein stabiles Einkommen über viele Jahre.

Batteriespeicher

Batteriespeicher sind ein weiterer aufstrebender Bereich im Sektor der erneuerbaren Energien. Diese Anlagen speichern überschüssige Energie und sorgen für eine stabile Energieversorgung. Die Pachtpreise für Flächen zur Installation von Batteriespeichern variieren, können aber ebenfalls beträchtlich sein. Die zunehmende Bedeutung von Energiespeichern im Zusammenhang mit der Energiewende und der Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz macht diese Option immer attraktiver.

Wie errechnet sich der Pachtpreis für Ackerland?

Wer sein Ackerland verpachtet, erhebt dafür eine Pacht (Vergütung). Dabei handelt es sich um eine zeitlich begrenzte „Miete“ für das gepachtete Stück Ackerland, das der Pächter mit dem Ziel bewirtschaftet, einen Gewinn daraus zu erzielen. Die Höhe des Pachtzinses hängt u.a. von der Wertschöpfung der Produktionsfaktoren auf dem Pachtland ab.

Im Einklang mit den Bodenpreisen in Deutschland sind auch die Pachtpreise in den letzten Jahren angestiegen: Im Jahr 2016 erzielten deutsche Ackerflächen Pachtpreise von durchschnittlich 288 Euro pro Hektar, so der DBV.

Den Anteil der gepachteten landwirtschaftlichen Flächen an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche beziffert der Verband für dasselbe Jahr mit 58,5 Prozent auf 9,8 Millionen Hektar. Damit stehen fast zwei Drittel Pachtflächen einem Drittel Eigentumsflächen (39,6 Prozent im Jahr 2016) gegenüber, wobei das Verhältnis in West- und Ostdeutschland am größten ist.

In den westlichen Bundesländern waren 2016 54 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen gepachtet und 44 Prozent im Eigentum. Anders war die Situation in den neuen Bundesländern: Dort waren 67 Prozent gepachtet und 31 Prozent im Eigentum.

Der Pachtpreis errechnet sich im Wesentlichen durch die Bodenqualität (Bodenpunkte) und die Lage der Fläche. Ist die Fläche verschattet? Liegt sie infrastrukturell günstig? Handelt es sich um eine Hanglage? Jeder potentielle Pächter der Ackerfläche hat individuelle Anforderungen, die von der Nutzung der Fläche abhängen.

Solarinvestoren beispielsweise suchen Flächen, die EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) förderfähig sind. Dafür muss die Fläche entweder als Konversionsfläche (versiegelte Flächen, Kiesgruben, Halden, Militärgebiete) ausgewiesen sein, sehr niedrige Bodenpunkte aufweisen (unter 35) oder in der Nähe einer Autobahn oder Bahnstrecke gelegen sein.

Warum steigt der Pachtpreis für Ackerland?

Die Pachtpreise für Ackerland steigen kontinuierlich durch eine Vielzahl von Faktoren. Ähnlich wie bei Grünland sind Angebot und Nachfrage zentrale Treiber. Dazu kommen alternative Nutzungsformen wie Solarparks, steigende Lebensmittelpreise und staatliche Subventionen.

Pachtpreise Ackerland Grünland im zeitlichen Verlauf

Pachtpreise für landwirtschaftlich genutzter Flächen in Deutschland bis 2020 (Statista)

Besonders die Nutzung von Ackerland für Solar- oder Windprojekte hat erheblich zugenommen. Solche Projekte bieten eine umweltfreundliche Energiequelle und können für Landbesitzer äußerst rentabel sein. Die Umwandlung von Ackerland in Solarparks kann deutlich höhere Pachteinnahmen (ca. 3.500 – 5.500€ pro Hektar und Jahr) generieren als traditionelle landwirtschaftliche Nutzungen. Dies eröffnet Landbesitzern neue wirtschaftliche Perspektiven und Vorteile.

Wird die Pacht jährlich oder monatlich ausgezahlt?

In der Regel wird der Pächter verpflichtet, den Pachtzins monatlich zu bezahlen. Es ist jedoch auch möglich, dass Verpächter den Pachtzins vierteljährlich verlangen. Im Gegensatz zum Mietrecht darf der Pachtzins während der Pachtzeit jedoch nicht erhöht werden, es sei denn, es sind im Pachtvertrag andere Regelungen getroffen.

Was ist Ihre Freifläche wert?

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In Deutschland schreitet die Transformation der Energieversorgung voran, mit dem Fokus auf erneuerbare Energien als Alternative zu fossilen Brennstoffen. Windkraft und Photovoltaik gelten derzeit als die wirtschaftlich und ökologisch effizientesten Optionen im Vergleich zur Öl, Gas und Atomenergie.
In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie wieviel Pacht pro Hektar sie für die Verpachtung Ihrer Fläche für die Errichtung eines Solarparks erhalten können. Dies nicht nur im Sinne der Energiewende, sondern bietet durch die hohen Pachtpreise auch eine langfristig stabile Einnahmequelle für die nächsten 20-30 Jahre.
 

Land verpachten für Solarpark

Die Landverpachtung für Photovoltaikanlagen bietet Landbesitzern nicht nur die Chance, einen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung zu leisten, sondern auch von den wirtschaftlichen Vorteilen zu profitieren, die mit dieser Form der Energiegewinnung einhergehen. Es handelt sich um eine gewinnbringende Option, die nicht nur ökologische Verantwortung demonstriert, sondern auch ökonomische Stabilität auf lokaler Ebene fördert und den Weg zu einer nachhaltigen Energiezukunft ebnet.

Anders als von vielen Kritikern behauptet werden durch die Gesetzgebung (EEG) Anreize an Investoren gesetzt, Solarparks nicht auf fruchtbarem Land zu projektieren, sondern dafür benachteiligte Flächen (bereits verdichtete Flächen oder Flächen mit einer sehr geringen Bodenqualität) zu nutzen.

Daher eignet sich nicht jede Fläche für die Projektierung mit einer Freiflächen-Photovoltaikanlage (FFPV). Ob Ihre Fläche geeignet ist, und welchen Pachtpreis Sie erhalten können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist Ihre Freifläche wert?

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Pachtpreis berechnen

Faktoren der Pachtpreisberechnung

Die Auswahl der optimalen Fläche für die Projektierung eines Solarparks ist entscheidend für den Erfolg des Vorhabens. Der Pachtpreis spielt dabei eine zentrale Rolle, da er die Eignung einer Fläche widerspiegelt. Flächen mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit und geringen Projektierungskosten erhalten dementsprechend höhere Pachteinnahmen.

Die regionale Lage ist ein weiterer Faktor bei der Pachtpreisberechnung. Regionen im Süden Deutschlands profitieren im Durchschnitt von mehr Sonnenstunden, was zu einer höheren Ausbeute von Photovoltaikanlagen über das Jahr führt. Diese klimatischen Unterschiede schlagen sich direkt in den Pachtpreisen nieder.

Zusätzlich beeinflusst der aktuelle Ausbaustatus von Solarparks und Windkraftanlagen die Nachfrage nach Flächen. Regionen, die bisher weniger stark durch den Ausbau erneuerbarer Energien betroffen sind, erfahren eine verstärkte Nachfrage, da sie als attraktive Standorte für neue Projekte gelten. Die Faktoren der Pachtpreisberechnung sind somit vielschichtig und berücksichtigen nicht nur die technische Eignung, sondern auch die klimatischen Bedingungen und den regionalen Ausbaustatus.

Förderfähigkeit durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das im Jahr 2000 verabschiedete Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bildet die rechtliche Grundlage für die Förderung von Solarparks in Deutschland. Eine zentrale Bestimmung des Gesetzes betrifft die Höhe der Vergütung, die in direktem Zusammenhang mit dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme steht und über einen Zeitraum von 20 Jahren konstant gezahlt wird.

Die Festlegung der Vergütung erfolgt im Rahmen regelmäßiger Ausschreibungen der Bundesnetzagentur, die etwa alle 3 Monate stattfinden (alle Ausschreibungen im Überblick).
Diese Ausschreibungen dienen dazu, die Höhe der Förderung transparent und marktgerecht zu gestalten. Die Planbarkeit der Einnahmen über einen langen Zeitraum von 20 Jahren bietet Investoren eine risikolose Grundlage für die Entscheidung zur Investition in einen Solarpark.

Infolgedessen erfreut sich die EEG-Fähigkeit einer Anlage gegenwärtig großer Nachfrage. Flächen, die die Kriterien der Förderfähigkeit erfüllen, zeichnen sich durch klare Eigenschaften aus. Hierzu gehören Eigenschaften, die im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes festgelegt sind, und die eine optimale Eignung für die Realisierung von Solarparks gewährleisten.

  • Flächen in einem Korridor von 200 Metern direkt an einer Autobahn oder Bahnschiene
  • Flächen auf bereits verdichteten Flächen (Konversionsflächen) wie z.B. alte Deponien, Militärflächen, Industriegebiete
  • Gebiete mit geringer Bodenzahl (Ackerzahl, Bodenpunkte) unter 35
  • Betrieb mittels Agri-Photovoltaik (Agri-PV)

Agri-Photovoltaik (Agri-PV)

Die Bewirtschaftung mittels Agri-PV bietet neben dem Vorteil, dass nahezu jede Fläche EEG-förderfähig ist, den Nachteil, dass die Stromausbeute durch die Beschaffenheit und die Ausrichtung der Anlage etwa die Hälfte gegenüber regulären Freiflächenanlagen beträgt. Damit ist auch der potentielle Pachtertrag geringer.

Investitionskosten

Die Investitionskosten eines Solarparks setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, darunter die Kosten für Photovoltaikmodule, das Ständerwerk, Wechselrichter und nicht zuletzt den Netzanschluss. Der Anschluss an das öffentliche Netz stellt einen entscheidenden Faktor dar und beeinflusst maßgeblich die Rentabilität der Investition.

Die optimale Positionierung des Solarparks in Bezug auf den nächstmöglichen Netzeinspeispunkt ist von zentraler Bedeutung. Eine geringe Entfernung und leichte Erreichbarkeit tragen zur Wirtschaftlichkeit bei. Umgekehrt führen größere Entfernungen und eine höhere Anzahl von Flächeneigentümern, die am Anschluss des Solarparks beteiligt sind, zu Unwirtschaftlichkeit und niedrigeren Pachtpreisen.

Die Verfügbarkeit von Kapazität im betreffenden Netzabschnitt ist ein weiteres Kriterium. Nicht nur die Entfernung, sondern auch die Größe des Solarparks beeinflusst die Einspeisemöglichkeiten. In Deutschland existieren grundsätzlich drei verschiedene Netze – Hoch-, Mittel- und Niederspannung. Bei größeren Solarparks kann es erforderlich sein, ein Umspannwerk zu errichten, um den Anschluss ans Netz zu ermöglichen. Dieser Schritt rentiert sich jedoch nur bei sehr großen Parks, insbesondere ab etwa 40 Hektar.

Alle genannten Faktoren wirken sich direkt auf die Investitionskosten und somit auf die Höhe der möglichen Pachtpreise aus. Die sorgfältige Planung und Berücksichtigung dieser Aspekte sind entscheidend für eine wirtschaftlich erfolgreiche Realisierung eines Solarparks.

Zusatzvereinbarungen

Es ist auch üblich, dass neben dem Pachtvertrag weitere Zusatzvereinbarungen getroffen werden. Darunter fallen beispielsweise:

  • langfristige Beteiligungen an der Gesellschaft
  • vorzeitige Abfindung derzeitiger Pächter
  • Vorteile für die Gemeinde
  • Vorbereitung der Pachtfläche (Bspw. Abriss, Schuttbeseitigung oder Munitionsräumung)

Diese Vereinbarungen können ebenfalls Auswirkungen auf den Pachtpreis haben.

Solarpark Pachtpreise 2024

Durch die höhere Profitabilität gegenüber der landwirtschaftlichen Nutzung liegen die Pachtpreise für eine Projektierung mittels Photovioltaik etwa 5-10 mal höher. Wie eingangs erwähnt, stehen diese Flächen ohnehin kaum in Konkurrenz mit klassischer Landwirtschaft, da sie durch die Gesetzgebung gefördert eher auf benachteiligten Gebieten errichtet werden.

Der Pachtpreis hängt stark von der Gegebenheit der Fläche und seiner Umgebung ab und liegt im Jahr 2024 durchschnittlich bei 3.000 bis 4.000 Euro je Hektar.

Wenn Sie Ihre Pachtfläche kostenfrei im Hinblick auf eine Solarpark Projektierung bewerten möchten, nutzen Sie bitte folgendes Formular:

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Agri-Photovoltaik (Agri-PV) ist ein innovatives Konzept, das die Erzeugung von Solarstrom mit der landwirtschaftlichen Nutzung von Flächen kombiniert. Dieser Ansatz ermöglicht eine doppelte Nutzung des Landes und steigert sowohl die Effizienz als auch die Produktivität. In diesem Artikel beleuchten wir die Vorteile von Agri-PV, das es ermöglicht, dass mehr Sonnenlicht die Pflanzen erreicht. Dieses System kann in verschiedenen landwirtschaftlichen Umgebungen eingesetzt werden, einschließlich Ackerland, Weiden und Grasland. Zudem betrachten wir die Planung, den Bau und die Finanzierung von Agri-PV-Projekten.

Vorteile von Agri-PV auf Grünland und Ackerland

Agri-PV bietet eine Vielzahl von Vorteilen, die sowohl für die Landwirtschaft als auch für die Energiewirtschaft attraktiv sind:

Verbesserung der Ernteerträge: Agri-PV-Anlagen können durch die Bereitstellung von Schatten und Windschutz die Ernteerträge auf Ackerland steigern. Dies ist besonders in Regionen mit extremen Wetterbedingungen, wie starker Hitze oder Wind, von Bedeutung.

Verlängerung der Vegetationsperiode: Durch die Schaffung eines wärmeren Mikroklimas unter den Modulen kann Agri-PV die Vegetationsperiode verlängern. Dies ermöglicht es Landwirten, ihre Pflanzen früher im Frühjahr zu pflanzen und später im Herbst zu ernten, was zu höheren Erträgen führen kann.

Reduzierter Wasserverbrauch: Agri-PV-Anlagen können den Wasserverbrauch durch die Minimierung der Verdunstung reduzieren. Dies ist besonders in trockenen Regionen wichtig, wo Wasser eine knappe Ressource ist.

Förderung der Biodiversität: Agri-PV-Anlagen bieten Lebensraum für Wildtiere. Die Module und die darunter liegende Vegetation können Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tiere bieten und so die Biodiversität fördern.

Das Agri-PV-Konzept

Die vertikale Montage von bifazialen Solarmodulen bietet mehrere Vorteile gegenüber herkömmlichen Systemen:

Erhöhte Sonneneinstrahlung für die Pflanzen: Die vertikale Ausrichtung der Module ermöglicht es, dass mehr Sonnenlicht auf die Pflanzen darunter fällt. Dies kann zu einer Steigerung der Photosynthese und damit zu höheren Erträgen führen.

Geringere Schattenverluste: Die vertikale Anordnung der Module reduziert die Schattenverluste, die durch benachbarte Module entstehen können. Dies führt zu einer effizienteren Nutzung der Sonnenenergie.

Flexibilität bei der Landnutzung: Die vertikale Anordnung der Module ermöglicht eine flexiblere Landnutzung. Die Module können in einem Abstand voneinander installiert werden, der den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Kulturpflanze entspricht.

Einsatzmöglichkeiten von Agri-PV-Systemen

Agri-PV-Systeme können in verschiedenen landwirtschaftlichen Umgebungen eingesetzt werden, darunter:

Ackerbau: Agri-PV-Anlagen können auf Ackerflächen installiert werden, um eine Vielzahl von Feldfrüchten anzubauen, wie Getreide, Gemüse und Obst.

Weidewirtschaft: Agri-PV-Anlagen können auf Weideflächen installiert werden, um Vieh zu weiden. Die Module bieten den Tieren Schatten und Schutz vor Wind und Wetter.

Heuwirtschaft: Agri-PV-Anlagen können auf Heuwiesen installiert werden, um Heu zu produzieren. Die Module können dazu beitragen, die Qualität des Heus zu verbessern, indem sie es vor Regen und Sonne schützen.

Stillgelegte Flächen: Agri-PV-Anlagen können auf stillgelegten Flächen installiert werden, um diese Flächen wieder produktiv zu nutzen.

Planung, Bau und Finanzierung von Agri-PV-Projekten

Die Umsetzung eines Agri-PV-Projekts erfordert sorgfältige Planung, Bau und Finanzierung. Hier sind einige wichtige Schritte und Überlegungen:

Planung: Eine detaillierte Standortanalyse ist erforderlich, um die besten Bedingungen für die Agri-PV-Anlage zu bestimmen. Dazu gehören die Bewertung der Sonneneinstrahlung, Bodenqualität und Bewässerungsmöglichkeiten.

Bau: Der Bau von Agri-PV-Anlagen erfordert spezialisierte Fachkräfte, die sowohl mit der Installation von Photovoltaikanlagen als auch mit landwirtschaftlichen Praktiken vertraut sind.

Finanzierung: Die Finanzierung von Agri-PV-Projekten kann durch verschiedene Quellen erfolgen, einschließlich Eigenkapital, Bankdarlehen und staatliche Förderungen. Eine sorgfältige Finanzplanung ist entscheidend, um die Rentabilität des Projekts sicherzustellen.

 

Agri-Photovoltaik bietet eine innovative und nachhaltige Lösung für die gleichzeitige Stromerzeugung und landwirtschaftliche Nutzung von Flächen. Die Vorteile von Agri-PV sind vielfältig und umfassen eine Steigerung der Landnutzungseffizienz, eine Reduzierung der Konkurrenz um Land zwischen der Lebensmittel- und Energieproduktion, eine Verbesserung der Ernteerträge, eine Verlängerung der Vegetationsperiode, eine Reduzierung des Wasserverbrauchs und die Förderung der Biodiversität. Das Agri-PV-Konzept zeichnet sich durch die Verwendung von vertikal montierten bifazialen Solarmodulen aus, die eine Reihe von Vorteilen bieten, darunter eine erhöhte Sonneneinstrahlung für die Pflanzen, geringere Schattenverluste und eine flexiblere Landnutzung. Agri-PV ist somit eine vielversprechende Lösung für eine nachhaltige und effiziente Zukunft in der Landwirtschaft und Energieproduktion.

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Die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf einer Freifläche kann eine profitable Investition sein. Um den Prozess reibungslos zu gestalten und maximale Erfolge zu erzielen, ist es essenziell, den richtigen Anbieter, Projektentwickler oder Investor auszuwählen. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten und wie Sie die besten Partner für Ihr Projekt finden können.

Projektentwickler, Investoren, Solarpark Unternehmen – Wer macht was?

Solarpark Projektentwickler

Ein Solarpark Projektentwickler kümmert sich um die Planungsphase der PV-Freifläche. Dies umfasst Machbarkeitsstudien, Gutachten, Netzanfragen und die erforderlichen Genehmigungen. Ein Solarpark Projektentwickler ist in der Regel (je nach Komplexität des Projekts) 6 – 36 Monate mit der Planung beschäftigt.

Sie übernehmen die Gesamtverantwortung für die Entwicklung und Realisierung eines Photovoltaik-Projekts und arbeiten eng mit anderen Projektbeteiligten und dem Flächeneigentümer zusammen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Solarpark Unternehmen

Dies ist ein Überbegriff für alle Firmen, die im Bereich der Photovoltaik auf Freiflächen tätig sind, einschließlich Anbieter, Entwickler, Investoren, Betreiber und Dienstleister.

Solarpark-Investoren

Investoren sind je nach finanzieller Ausstattung des Entwicklungsunternehmens notwendig um den erheblichen finanziellen Kapitalbedarf zu decken. Investoren sind in der Regel nicht aktiv in der Projektentwicklung involviert. Sie finanzieren Photovoltaik-Projekte und können sowohl private als auch institutionelle Investoren sein.

Warum ist die Wahl des richtigen Anbieters entscheidend?

Die Auswahl des richtigen Partners ist für den Erfolg Ihres Photovoltaik-Projekts von großer Bedeutung. Ein erfahrener und kompetenter Partner kann Ihnen folgende Vorteile bieten:

  • Höhere Renditen: Durch optimale Größe, Ausrichtung und Beschaffung der besten Komponenten kann ein erfahrener Partner höhere Erträge und kürzere Amortisationszeiten ermöglichen.
  • Geringeres Risiko: Ein kompetenter Partner minimiert Risiken durch Einhaltung aller relevanten Gesetze und Vorschriften sowie durch eine zuverlässige Wartung und Instandhaltung.
  • Weniger Stress: Die Entwicklung und Realisierung eines Photovoltaik-Projekts ist komplex und zeitaufwendig. Ein erfahrener Partner nimmt Ihnen einen Großteil der Arbeit ab und spart Ihnen Zeit und Nerven.

Schritte zur Auswahl des richtigen Projektentwickler

Um den passenden Partner für Ihr Photovoltaik-Projekt zu finden, sollten Sie folgende Schritte befolgen:

  • Ziele definieren: Überlegen Sie, was Sie mit Ihrer Photovoltaik-Anlage erreichen möchten. Welche Art von Photovoltaikanlage wollen Sie umsetzen lassen?Möchten Sie möglichst viel Strom selbst erzeugen oder den Strom ins Netz einspeisen und verkaufen?
  • Markt analysieren: Informieren Sie sich über verschiedene Anbieter, Projektentwickler und Investoren. Wir stellen Ihre Fläche gern einigen regionalen Projektentwicklern vor. Jetzt Pachtpreis berechnen
  • Angebote einholen: Fordern Sie von ausgewählten Unternehmen Angebote an und stellen Sie sicher, dass diese alle wichtigen Leistungen umfassen und transparent sind.
  • Fragen stellen: Zögern Sie nicht, alle Ihre Fragen zu stellen. Ein seriöser Partner wird Ihnen umfassend und kompetent antworten.
  • Bauchgefühl vertrauen: Achten Sie darauf, dass Sie sich mit dem ausgewählten Partner wohlfühlen und ein vertrauensvolles Verhältnis aufbauen können.

Was ist Ihre Freifläche wert?

Sie möchten wissen, wie hoch der Pachtpreis für Ihr Ackerland oder Grünland ist? Unser Pachtrechner berechnet einen möglichen Pachtpreis für Ihre landwirtschaftliche Fläche.

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Checkliste für die Auswahl des richtigen Solarpark Unternehmens

Verwenden Sie die folgende Checkliste, um den richtigen Partner für Ihr Photovoltaik-Projekt auszuwählen:

  • Erfahrung: Wie viel Erfahrung hat das Unternehmen in der Entwicklung und Realisierung von Photovoltaik-Projekten auf Freiflächen?
  • Kompetenz: Verfügt das Unternehmen über die notwendigen Fachkenntnisse und Qualifikationen?
  • Referenzen: Kann das Unternehmen Referenzen von zufriedenen Kunden vorweisen?
  • Angebote: Sind die Angebote des Unternehmens transparent und vergleichbar?
  • Kommunikation: Kommuniziert das Unternehmen klar und zuverlässig?

Die Bedeutung von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein

Bei der Auswahl eines Partners für Ihr Photovoltaik-Projekt sollten Sie auch auf dessen Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein achten. Fragen Sie nach den ökologischen Standards und Praktiken des Unternehmens, um sicherzustellen, dass Ihr Projekt nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch sinnvoll ist.

  • Nachhaltige Praktiken: Achten Sie darauf, ob das Unternehmen umweltfreundliche Materialien verwendet und nachhaltige Prozesse implementiert.
  • Zertifizierungen und Standards: Prüfen Sie, ob das Unternehmen anerkannte Umweltzertifizierungen und -standards erfüllt, wie zum Beispiel ISO 14001 für Umweltmanagement.
  • Transparenz: Ein seriöser Partner sollte offen über seine Umweltpraktiken und -leistungen berichten und bereit sein, Nachweise dafür zu erbringen.

Finanzierungsoptionen und wirtschaftliche Überlegungen

Die Finanzierung Ihres Photovoltaik-Projekts ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Überlegen Sie, welche Finanzierungsoptionen für Sie am besten geeignet sind und stellen Sie sicher, dass Ihr Partner flexibel auf Ihre Bedürfnisse eingehen kann.

  • Eigenkapital vs. Fremdkapital: Entscheiden Sie, ob Sie das Projekt mit eigenem Kapital, durch Kredite oder durch Investoren finanzieren möchten.
  • Förderungen und Subventionen: Informieren Sie sich über mögliche staatliche Förderungen und Subventionen für Photovoltaik-Anlagen. Ein guter Partner sollte Sie dabei unterstützen, diese zu beantragen.
  • Renditeberechnungen: Lassen Sie sich von Ihrem Partner eine detaillierte Renditeberechnung erstellen, die alle Kosten und Erträge realistisch darstellt.

Langfristige Zusammenarbeit und Support

Ein Photovoltaik-Projekt ist eine langfristige Investition. Daher ist es wichtig, einen Partner zu wählen, der auch langfristigen Support und Dienstleistungen anbietet.

  • Wartung und Instandhaltung: Stellen Sie sicher, dass Ihr Partner regelmäßige Wartungs- und Instandhaltungsdienste anbietet, um die Effizienz und Lebensdauer Ihrer Anlage zu maximieren.
  • Monitoring und Reporting: Ein guter Partner sollte moderne Monitoring- und Reporting-Tools bereitstellen, mit denen Sie die Leistung Ihrer Anlage jederzeit überwachen können.
  • Kundensupport: Überprüfen Sie, ob das Unternehmen einen zuverlässigen und zugänglichen Kundensupport anbietet, der Ihnen bei Problemen und Fragen zur Seite steht.

Flexibilität und Anpassungsfähigkeit

In der schnelllebigen Energiewirtschaft ist Flexibilität entscheidend. Ihr Partner sollte in der Lage sein, sich an veränderte Marktbedingungen und technologische Entwicklungen anzupassen.

  • Technologische Innovationen: Wählen Sie einen Partner, der auf dem neuesten Stand der Technik ist und innovative Lösungen anbietet.
  • Marktentwicklungen: Ihr Partner sollte über fundiertes Wissen über aktuelle Markttrends und gesetzliche Änderungen verfügen und diese in seine Strategien einbeziehen.
  • Skalierbarkeit: Achten Sie darauf, dass Ihr Partner in der Lage ist, Ihr Projekt bei Bedarf zu skalieren und zu erweitern.

Abschluss des Projekts und fortlaufende Evaluierung

Sobald Ihr Photovoltaik-Projekt abgeschlossen ist, sollte eine fortlaufende Evaluierung erfolgen, um sicherzustellen, dass die Anlage effizient und rentabel bleibt.

  • Leistungsbewertung: Regelmäßige Überprüfungen der Anlageneffizienz und -leistung sind wichtig, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.
  • Optimierungsmöglichkeiten: Suchen Sie kontinuierlich nach Möglichkeiten, Ihre Anlage zu optimieren und Erträge zu maximieren.
  • Erfahrungen und Feedback: Nutzen Sie das Feedback und die Erfahrungen aus dem Projekt, um zukünftige Projekte zu verbessern und erfolgreich umzusetzen.

 

Die Auswahl des richtigen Anbieters, Projektentwicklers oder Investors für Ihre PV-Freifläche ist entscheidend für den Erfolg Ihres Projekts. Indem Sie die oben genannten Kriterien und Schritte beachten, können Sie sicherstellen, dass Sie einen kompetenten und zuverlässigen Partner finden, der Ihnen hilft, Ihre Ziele zu erreichen und Ihr Photovoltaik-Projekt erfolgreich umzusetzen.

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Die Energiewende und der zunehmende Bedarf an erneuerbaren Energien bieten neue Chancen für Landeigentümer. So kann die Verpachtung von Ackerland für die Errichtung eines Solarparks eine lukrative Einnahmequelle darstellen. Allerdings müssen dabei auch steuerliche Aspekte beachtet werden.

Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten steuerlichen Aspekte bei der Erbschaft von Ackerland und der Errichtung eines Solarparks. Er richtet sich an Landeigentümer und deren Erben und soll bei der Entscheidungsfindung und Planung unterstützen.

Erbschaftssteuer bei ererbtem Ackerland

Bewertung des Ackerlandes

Der Wert des Ackerlandes ist für die Erbschaftsteuer maßgeblich. Die Bewertung erfolgt in der Regel durch das Vergleichswertverfahren. Dabei werden vergleichbare Grundstücke in der Nähe herangezogen und deren Verkaufspreise ausgewertet. Dieser Wert ist entscheidend für die Berechnung der Erbschaftsteuer, die auf das ererbte Ackerland anfällt.

Freibeträge

Bei der Erbschaftsteuer gibt es Freibeträge, die je nach Verwandtschaftsgrad des Erben unterschiedlich hoch sind. Für Kinder und Enkelkinder liegt der Freibetrag bei €400.000, für Ehepartner und Lebenspartner bei €500.000. Diese Freibeträge reduzieren die steuerliche Belastung erheblich und sollten bei der Planung der Vermögensübergabe berücksichtigt werden.

Steuerbefreiungen

Unter bestimmten Voraussetzungen können land- und forstwirtschaftliches Vermögen von der Erbschaftsteuer befreit sein. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Hof von einem Familienmitglied weitergeführt wird. Diese Steuerbefreiungen können eine erhebliche Entlastung darstellen und sollten daher bei der Nachfolgeplanung berücksichtigt werden.

Solarpark und Wertsteigerung

Die Errichtung eines Solarparks kann den Wert des Ackerlandes erhöhen. Dies muss bei der Bewertung des Erbes berücksichtigt werden. Eine Wertsteigerung durch die Installation von Solaranlagen kann zu einer höheren Erbschaftsteuer führen. Es ist daher wichtig, den Einfluss dieser Investition auf die steuerliche Belastung zu verstehen und entsprechend zu planen.

Empfehlung

Die Bewertung des Ackerlandes und die Berechnung der Erbschaftsteuer sind komplexe Vorgänge. Es ist ratsam, sich in jedem Einzelfall von einem Steuerberater beraten zu lassen. Ein Fachmann kann die genaue Bewertung vornehmen und helfen, steuerliche Vorteile optimal zu nutzen.

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Generelle Besteuerung von Ackerland

Einkommensteuer

Die Gewinne aus der Verpachtung des Ackerlandes für die Errichtung eines Solarparks müssen versteuert werden. Diese Einnahmen zählen als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung und unterliegen somit der Einkommensteuer. Die Höhe der Steuer richtet sich nach dem persönlichen Einkommensteuersatz des Eigentümers.

Gewerbesteuer

Ob die Verpachtung des Ackerlandes gewerbesteuerpflichtig ist, hängt von der Größe und dem Umfang des Betriebs ab. Bei größeren landwirtschaftlichen Betrieben kann die Gewerbesteuer anfallen. Dies ist besonders relevant, wenn der Betrieb über die Grenze der Liebhaberei hinausgeht und eine gewerbliche Tätigkeit angenommen wird.

Grundsteuer

Das Ackerland ist auch nach der Errichtung des Solarparks grundsteuerpflichtig. Die Grundsteuer wird auf den Wert des Grundstücks erhoben und muss jährlich gezahlt werden. Diese Steuer bleibt bestehen, unabhängig davon, ob das Land landwirtschaftlich genutzt wird oder für erneuerbare Energien.

Empfehlung

Die genaue steuerliche Behandlung von Ackerland und Solarparks kann je nach Einzelfall variieren. Es ist ratsam, sich in jedem Einzelfall von einem Steuerberater beraten zu lassen. Ein Experte kann die individuelle Situation analysieren und die besten steuerlichen Strategien empfehlen.

Steuerliche Aspekte beim Bau eines Solarparks

Investitionskosten

Die Investitionskosten für den Bau eines Solarparks können steuerlich geltend gemacht werden. Diese Kosten umfassen die Anschaffung der Solaranlagen, die Installation und alle damit verbundenen Ausgaben. Sie können als Betriebsausgaben abgesetzt werden, was die steuerliche Belastung reduziert.

Abschreibung

Die Anlagen des Solarparks können über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Dies bedeutet, dass die Kosten der Solaranlagen über mehrere Jahre verteilt und jährlich teilweise steuerlich abgesetzt werden können. Die Abschreibung reduziert den zu versteuernden Gewinn und damit die Steuerlast.

Betriebskosten

Die laufenden Betriebskosten des Solarparks können von den Einnahmen abgezogen werden. Dazu gehören Wartung, Reparaturen, Versicherungen und Verwaltungskosten. Diese Betriebsausgaben mindern den steuerpflichtigen Gewinn und tragen so zur Reduzierung der Steuerbelastung bei.

EEG-Umlage

Für den erzeugten Strom muss die EEG-Umlage gezahlt werden. Diese Umlage dient der Förderung erneuerbarer Energien und wird auf den erzeugten Strom erhoben. Die Höhe der Umlage kann variieren und sollte bei der wirtschaftlichen Planung des Solarparks berücksichtigt werden.

Empfehlung

Die steuerlichen Aspekte beim Bau eines Solarparks sind komplex und können sich ändern. Es ist ratsam, sich vor der Investition in einen Solarpark von einem Steuerberater beraten zu lassen. Ein Experte kann die aktuellen gesetzlichen Regelungen erklären und bei der optimalen steuerlichen Gestaltung helfen.

Gestaltungsmöglichkeiten zur Vermeidung hoher Steuerbelastung

Gründung einer GmbH & Co. KG

Die Errichtung des Solarparks kann durch eine GmbH & Co. KG erfolgen. Dies kann die Steuerbelastung senken, da die Gewinne der GmbH & Co. KG nur einmal mit Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer belastet werden. Diese Rechtsform bietet zudem Haftungsschutz und flexible Gestaltungsmöglichkeiten.

Nutzung von Verlusten

Verluste aus anderen Unternehmen können mit den Gewinnen aus dem Solarpark verrechnet werden. Diese Verlustverrechnung kann die steuerliche Belastung erheblich reduzieren. Es ist wichtig, die Möglichkeiten der Verlustverrechnung im Rahmen der steuerlichen Gesamtplanung zu nutzen.

Investition in Energiesparmaßnahmen

Investitionen in Energiesparmaßnahmen können steuerlich gefördert werden. Dies umfasst Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung und zur Nutzung erneuerbarer Energien. Solche Investitionen können nicht nur die Betriebskosten senken, sondern auch steuerliche Vorteile bringen.

Empfehlung

Die Nutzung von Gestaltungsmöglichkeiten zur Vermeidung hoher Steuerbelastung sollte immer mit einem Steuerberater abgestimmt werden. Ein Fachmann kann die individuellen Gegebenheiten analysieren und die besten steuerlichen Strategien entwickeln.

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Zusammenfassung und Handlungsempfehlungen

Die Erbschaft von Ackerland und die Errichtung eines Solarparks können steuerliche Auswirkungen haben. Landeigentümer und Erben sollten sich daher frühzeitig über die steuerlichen Aspekte informieren und gegebenenfalls von einem Steuerberater beraten lassen.

Folgende Handlungsempfehlungen können helfen, die Steuerbelastung zu minimieren:

  • Lassen Sie den Wert des Ackerlandes von einem Sachverständigen bewerten.
  • Informieren Sie sich über die Freibeträge und Steuerbefreiungen bei der Erbschaftsteuer.
  • Holen Sie sich fachkundige Beratung zur steuerlichen Behandlung von Ackerland und Solarparks ein.
  • Prüfen Sie die Möglichkeit der Gründung einer GmbH & Co. KG.
  • Investieren Sie in Energiesparmaßnahmen, um die Betriebskosten des Solarparks zu senken.

Weitere Informationen zum Thema Ackerland, Solarparks und Steuern

Nützliche Links

Hilfreiche Online-Tools

Fachliteratur

Beratung durch Experten

Dies ist keine Steuerberatung. Es ist ratsam, sich bei komplexen steuerlichen Fragen zu Ackerland und Solarparks von einem Steuerberater oder einem Rechtsanwalt mit Spezialwissen im Bereich des Agrarrechts und des Energierechts beraten zu lassen.

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Am 11. Januar 2023 wurde ein wegweisendes Gesetz verabschiedet, das den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf Freiflächen deutlich vereinfacht und beschleunigt. Diese Neuerung markiert einen klaren Schritt hin zu einer umweltbewussten und wirtschaftlich tragfähigen Energiezukunft. Gemäß § 35 Absatz 1 Nr. 8 BauGB gelten nun Freiflächen entlang von Autobahnen und mehrspurigen Schienenwegen als privilegiert für die Errichtung von Solarparks.

Gemäß der Einführung der Ziffer 9 in § 35 Absatz 1 Baugesetzbuch am 7. Juli 2023 sind Agri-PV-Anlagen bis zu einer Größe von 2,5 Hektar privilegiert, wenn sie in einem räumlich-funktionalen Zusammenhang mit einem landwirtschaftlichen Betrieb stehen.

Privilegierung von Flächen an Autobahnen und Bahnstrecken

Die Privilegierung bedeutet, dass Solarparks auf diesen Flächen errichtet werden können, ohne dass ein aufwendiger Bebauungsplan erforderlich ist. Diese Regelung erstreckt sich auf Flächen, die sich maximal 200 Meter vom Fahrbahnrand entfernt befinden. Das Fernstraßen-Bundesamt hat zudem klargestellt, dass im Einzelfall eine Aufhebung der allgemeinen Verbotszone für den Bau von Solarparks entlang der Autobahnen möglich ist.

Die Vorteile dieser Privilegierung sind vielfältig: Sie ermöglicht eine effiziente Nutzung von Flächen, fördert erneuerbare Energien und eröffnet neue wirtschaftliche Chancen für Landbesitzer und Investoren. Darüber hinaus trägt sie maßgeblich zur Erreichung der Klimaziele bei.

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Privilegierung von Agri-Photovoltaikanlagen

Ein weiterer bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiger Energie ist die Privilegierung von Agri-Photovoltaikanlagen. Gemäß der Einführung der Ziffer 9 in § 35 Absatz 1 Baugesetzbuch am 7. Juli 2023 sind Agri-PV-Anlagen bis zu einer Größe von 2,5 Hektar privilegiert, wenn sie in einem räumlich-funktionalen Zusammenhang mit einem landwirtschaftlichen Betrieb stehen. Dies bedeutet, dass der Bauantrag für solche Anlagen ohne vorherige Aufstellung eines Bebauungsplans genehmigt werden kann.
Die Privilegierung von Agri-PV-Anlagen eröffnet neue Möglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe, erneuerbare Energien und gleichzeitig ihre Flächen wirtschaftlich zu nutzen. Diese Privilegierung ist an die Bedingung geknüpft, dass es sich um besondere Solaranlagen im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetzes handelt und bestimmte Anforderungen erfüllt werden.

Was bedeutet eine Privilegierung für die Projektentwicklung

Die baurechtliche Grundlage für diese Privilegierung bildet der neue § 35 Abs. 1 Nr. 8 lit. b BauGB, der eine vereinfachte Genehmigung und Umsetzung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen ermöglicht. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass trotz der Privilegierung ein Genehmigungsverfahren erforderlich ist, um sicherzustellen, dass das Projekt im Einklang mit öffentlichen Interessen und Zielen der Raumordnung steht.

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Innerhalb von 200 Meter vom äußeren Fahrbahnrand können Photovoltaikanlagen ohne Bebauungsplan errichtet werden. Diese gelten als sogenannte privilegierte Flächen.

Flächen bis zu 500 Meter sind für die EEG-Förderungen geeignet und erfordern eine Bebauungsplanung.

Sie sind Eigentümer einer solchen Fläche? Dann prüfen Sie jetzt, wieviel Pacht Sie potentiell für Ihre Fläche erhalten können:

Privilegiertes Bauen innerhalb von 200m an Autobahn und Bahnstrecke

Das „Gesetz zur sofortigen Verbesserung der Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien im Städtebaurecht“ sieht vor, dass PV-Freiflächenanlagen bevorzugt werden, wenn sie entlang von Autobahnen und mehrgleisigen Bahnstrecken errichtet werden. Zusätzlich zu Photovoltaikanlagen können auf diesen Flächen auch Einrichtungen zur Wasserstoffherstellung sowie Energiespeicherung gebaut werden.

Die Privilegierung gilt nur für Flächen, die maximal 200 Meter vom äußeren Fahrbahnrand entfernt liegen. Dies bedeutet, dass für Projekte auf diesen Flächen kein spezifischer Bebauungsplan erforderlich ist. Im Genehmigungsverfahren wird jedoch geprüft, ob öffentliche Interessen oder raumordnerische Ziele berührt sind. Das kürzlich im § 2 EEG eingeführte herausragende öffentliche Interesse am Ausbau erneuerbarer Energien dürfte hierbei stark berücksichtigt werden.

Das Bundesamt für Straßenwesen hat bereits auf das hohe öffentliche Interesse am Ausbau erneuerbarer Energien reagiert. Das bisherige Verbot von Bauten in einem Abstand von 40 Metern zur Fahrbahn wird nicht mehr pauschal angewendet, sondern kann nach Einzelfallprüfung entfallen. Dadurch könnte, laut §9 Abs. 2c des Bundesfernstraßengesetzes (FStrG), die gesamte Fläche im Abstand von 200 Metern zur Fahrbahn für Photovoltaikanlagen genutzt werden.

In der Gesetzesbegründung zur Vorzugsbehandlung wird darauf hingewiesen, dass die Streifen entlang von Autobahnen und Schienenwegen durch optische und akustische Belastungen geprägt sind, weshalb die Errichtung von PV-Anlagen dort ohne Planverfahren ermöglicht werden soll.

EEG-Förderfähigkeit innerhalb von 500m an Autobahn und Bahnstrecke

Flächen, die innerhalb von 500 Metern entlang von Autobahnen und mehrgleisigen Bahnstrecken errichtet werden, sind EEG-vergütungsfähig nach erfolgreicher Ausschreibung. Diese Flächen gelten jedoch nicht als privilegiert (mit Ausnahme der ersten 200 Meter) und müssen daher den Bebauungsplan durchlaufen.

Was ist Ihre Freifläche wert?

Sie möchten wissen, wie hoch der Pachtpreis für Ihr Ackerland oder Grünland ist? Unser Pachtrechner berechnet einen möglichen Pachtpreis für Ihre landwirtschaftliche Fläche.

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