solarpark-autobahn

Direkt zum Thema

Die Nutzung von Photovoltaikanlagen (Solarparks) entlang von Autobahnen und Bahnstrecken hat in Deutschland in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Dieser Artikel bietet Flächenbesitzern einen Überblick über die neuen Möglichkeiten zur Installation von Photovoltaikanlagen entlang dieser Verkehrswege und zeigt auf, wie sie von den aktuellen rechtlichen Änderungen und Privilegierungen profitieren können.

Aktuell sind solche Flächen für Photovoltaik-Projektentwickler sehr interessant, da durch das vereinfachte Verfahren komplizierte Antragsstellungen entfallen. Für passende Flächen werden aktuell hohe Pachtpreise gezahlt.

Großes Potential für Photovoltaik an Autobahnen und Bahnstrecken

5% der Gesamtfläche Deutschlands wird für Mobilitätszwecke beansprucht, wobei die Hälfte davon auf Straßen und Autobahnen entfällt. Die circa 13.200 Kilometer Autobahnen in Deutschland erstrecken sich über eine Fläche von knapp 340 Quadratkilometern. Würde die Fläche links und rechts der Autobahn in einem Korridor von 200 Metern mittels Photovoltaik projektiert, könnte ein Solarpark entstehen, der die Ausdehnung der Stadt Bremen erreicht.

Allerdings müssten dabei zahlreiche Autobahnkilometer abgezogen werden, die sich für die Nutzung von Photovoltaik als ungeeignet erweisen. „Unter Berücksichtigung der technologisch sinnvoll nutzbaren Flächen ergibt sich in Deutschland ein Potenzial von mindestens 72 Gigawatt installierter Leistung“, schätzt beispielsweise Dr. Jonas D. Huyeng vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg.

„Dies entspricht der derzeitigen Gesamtkapazität an Photovoltaikanlagen in ganz Deutschland und etwa einem Achtel der erforderlichen Solarstromleistung bis 2045.“ Dies stellt eine bedeutende Chance für den Mobilitätssektor dar, um einen Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität zu leisten, der bisher jedoch nur wenig  Beachtung gefunden hat.

Privilegierung von Solarparks (PV) an Autobahnen und Bahnstrecken

Die Bundesregierung hat im Januar 2023 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erneuert, um den Ausbau erneuerbarer Energien stärker zu fördern. Eine der wichtigsten Änderungen betrifft die Nutzung von Randstreifen entlang von Autobahnen. Gemäß den neuen Vorschriften (§9 Abs. 2c | Bundesfernstraßengesetz (FStrG)) kann das Fernstraßen-Bundesamt nun das bisherige Verbot, diese Randstreifen innerhalb eines Abstands von 40 Metern zur Autobahn zu bebauen, mit Ausnahmegenehmigungen aufheben.

abstand-200-500-meter-autobahn-bahnstrecke

Darüber hinaus wurden Flächen innerhalb eines Abstands von 200 Metern zur Autobahn und mehrgleisigen Bahnstrecken laut § 2 EEG als privilegierte Flächen für den Bau von Photovoltaikanlagen erklärt. Dies bedeutet, dass kein aufwändiges Bebauungsplanverfahren mehr erforderlich ist, sondern nur noch ein Bauantrag gestellt werden muss. Diese Änderungen sollen den Bau beschleunigen und die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung entfällt.

Außerdem können Anlagenbetreiber nun für Flächen in einem  500 Meter Korridor zur Fahrbahn eine EEG Vergütung in Anspruch nehmen.

In der Begründung des Gesetzes zur Privilegierung wird darauf hingewiesen, dass die Bereiche entlang von Autobahnen und Bahnstrecken bereits durch optische und akustische Belastungen geprägt sind. Daher soll die Errichtung von Photovoltaikanlagen in diesen Bereichen ohne die Notwendigkeit eines Planverfahrens ermöglicht werden.

Vorteile der Nutzung von Flächen für PV entlang von Autobahnen und Bahnstrecken

Warum sollten Flächenbesitzer erwägen, ihre Freiflächen für Photovoltaikanlagen (Solarparks) zu vermieten? Hier sind einige der wichtigsten Vorteile:

  1. Erneuerbare Energieproduktion: Photovoltaikanlagen ermöglichen die nachhaltige Erzeugung von elektrischer Energie aus Sonnenlicht. Dies trägt zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bei und unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland.
  2. Einfachere Genehmigungsverfahren: Dank der neuen gesetzlichen Regelungen sind die Genehmigungsverfahren für Photovoltaikanlagen entlang von Autobahnen und mehrgleisigen Bahnstrecken (200 Meter Korridor) vereinfacht worden. Dies spart Zeit und Aufwand.
  3. Zusätzliche Einnahmen: Die Vermietung von Flächen für Photovoltaikanlagen kann eine zusätzliche Einnahmequelle für Flächenbesitzer darstellen.
  4. Planbare Renditen: Anlagen, die in einem 500 Meter Korridor errichtet werden, können eine EEG Vergütung mit 20 Jahren Laufzeit in Anspruch nehmen.
  5. Beitrag zum Klimaschutz: Die Nutzung von erneuerbarer Energie trägt zum Klimaschutz bei und unterstützt die Energiewende in Deutschland.

Was ist Ihre Freifläche wert?

Sie möchten wissen, wie hoch der Pachtpreis für Ihr Ackerland oder Grünland ist? Unser Pachtrechner berechnet einen möglichen Pachtpreis für Ihre landwirtschaftliche Fläche.

Pachtpreis berechnen

Der Weg zur Umsetzung eines Solarparks an Autobahnen und Bahnstrecken

Wenn Sie als Flächenbesitzer daran interessiert sind, Ihre Freifläche entlang von Autobahnen oder mehrgleisigen Bahnstrecken für Photovoltaikanlagen zur Verfügung zu stellen, gibt es einige Schritte, die Sie unternehmen können:

  1. Kontakt mit dem Fernstraßen-Bundesamt: Für die Inanspruchnahme von Flächen entlang von Autobahnen ist es wichtig, Kontakt mit dem Fernstraßen-Bundesamt aufzunehmen. Hier können Sie Informationen über die Anforderungen und das Genehmigungsverfahren erhalten.
  2. Erforderliche Genehmigungen einholen: Je nach den spezifischen Anforderungen des Standorts müssen Sie die erforderlichen Genehmigungen und Ausnahmegenehmigungen einholen. Dies kann von Standort zu Standort variieren, und es ist wichtig, die genauen Vorschriften zu beachten.
  3. Partnerschaften mit Energieunternehmen: In vielen Fällen arbeiten Flächenbesitzer mit Energieunternehmen zusammen, die die Photovoltaikanlagen planen, bauen und betreiben. Eine solche Partnerschaft kann eine Win-Win-Situation darstellen.

Sie wollen Ihre Freifläche entlang einer Autobahn oder mehrgleisigen Bahnstrecke für die Projektierung mittels Photovoltaik verpachten? Unsere Projektentwicklungs-Partner beraten Sie gern:

Fazit

Die Nutzung von Photovoltaikanlagen (Solarparks) entlang von Autobahnen und mehrgleisigen Bahnstrecken bietet Flächenbesitzern eine einzigartige Gelegenheit, zur nachhaltigen Energieerzeugung und zum Klimaschutz beizutragen. Dank der rechtlichen Änderungen und Privilegierungen gibt es weniger bürokratische Hürden und mehr Anreize, diese Flächen für erneuerbare Energieprojekte zur Verfügung zu stellen. Wenn Sie eine Fläche entlang einer Autobahn oder mehrgleisigen Bahnstrecke besitzen, sollten Sie die Möglichkeiten zur Nutzung von Photovoltaikanlagen sorgfältig prüfen und die Vorteile dieser umweltfreundlichen Investition nutzen.

 

Quellen

§ 32 Absatz 3 Nr. 4 EEG

§ 35 Abs. 1 BauGB

§ 2b AEG

 

anteil-erneuerbare-energien-eu

Direkt zum Thema

Im nachfolgenden Beitrag erläutern wir Ihnen, wie Sie in Nordrhein-Westfalen (NRW) die Flurstücknummern einer Adresse ermitteln können und wie Sie mithilfe einer Flurkarte das zugehörige Flurstück anhand der Flurnummer lokalisieren.

Sollten Sie als Eigentümer der Fläche interessiert an einer Verpachtung für erneuerbare Energien sein, nutzen Sie gern unseren kostenfreien Pachtrechner.

Wie in sämtlichen anderen deutschen Bundesländern setzt sich die exakte Katasterbezeichnung (Grundbuchbezeichnung) eines Grundstücks in Nordrhein-Westfalen (NRW) aus drei wesentlichen Elementen zusammen:

  1. Gemarkung
  2. Flur
  3. Flurstücknummer

Dabei repräsentiert die Gemarkung einen übergeordneten Verwaltungsbereich, während der Flur eine Untereinheit innerhalb der Gemarkung darstellt. Das Flurstück wiederum bildet die kleinste abgrenzbare Einheit und dient als Grundlage für die präzise Identifikation und Dokumentation von Grundstücken.

Eine gängige Flurstücknummer in Nordrhein-Westfalen (NRW) besteht daher in der Regel aus drei Elementen, wie zum Beispiel: Gemarkung 12/345.

Nachfolgend erhalten Sie eine kurze Anleitung, wie Sie anhand einer konkreten Adresse die offizielle Katasterbezeichnung eines Grundstücks in Nordrhein-Westfalen (NRW) herausfinden können. Die Anleitung beinhaltet alle erforderlichen Verlinkungen und erklärende Screenshots. Dabei entstehen für Sie keinerlei Kosten, da ausschließlich auf offizielle Ressourcen des Bundeslandes zurückgegriffen wird.

Schritt 1: Geoportal Nordrhein-Westfalen (NRW)

Jedes Bundesland verfügt über ein individuelles Geoportal, das die Katasterinformationen öffentlich zugänglich macht, so auch das Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW). Um die Flurstücknummern eines Grundstücks zu recherchieren, ist es erforderlich, zunächst auf das Geoportal des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) zuzugreifen. Diese Dienstleistung ist kostenfrei.

Schritt 2: Suchoption auswählen

In dem Geoportal NRW sehen Sie oben eine Suchleiste. Links daneben sehen Sie die Option „Katalog“.  Klicken Sie darauf um weitere Optionen anzuzeigen. Sie werden sehen, dass Sie unter anderem die Auswahl „Adresse“ und „Flurstück“ erhalten.

Je nachdem wie Sie die Fläche suchen möchten, wählen Sie bitte die entsprechende Auswahl.

Suchoption Adresse oder Flurstück auswählen

Schritt 3: Flurstück oder Adresse suchen

Nach Ihrer Auswahl aus Adress- bzw. Flurstücksuche, können Sie in dem Suchfeld eine Adresse oder ein Flurstück eingeben. Sie werden während des tippens eine Auswahl passender Flurstücke erhalten. Bitte wählen Sie anschließend das Passende aus.

Suche nach Adresse im Geoportal NRW

 

Suche nach Flurstück im Geoportal NRW

Schritt 4: Flurstückinformationen erhalten

Nachdem Sie die Adresse bzw. das Flurstück ausgewählt haben, erhalten Sie das Flurstück auf der Karte. Das Geoportal Nordrhein-Westfalen (NRW) bietet auf der linken Seite einige Optionen, um die Ansicht der Karte zu verändern.

Erhalten Sie das Flurstück

Was ist Ihre Freifläche wert?

Sie möchten wissen, wie hoch der Pachtpreis für Ihr Ackerland oder Grünland ist? Unser Pachtrechner berechnet einen möglichen Pachtpreis für Ihre landwirtschaftliche Fläche.

Pachtpreis berechnen

Direkt zum Thema

Laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind Flächen, die nicht als landschaftlich oder naturschutzfachlich besonders wertvoll eingestuft werden, grundsätzlich geeignet zur Bebauung mit Photovoltaikanlagen. Dazu gehören beispielsweise Agrarflächen, Dächer von Gebäuden und Brachflächen. Es gibt jedoch auch Einschränkungen, wie z.B. die Verlegung von Anlagen auf Flächen mit hohen Bodenschätzen, auf Naturschutzgebieten, Wohngebieten, Gewässerschutzgebieten und anderen geschützten Bereichen. Diese Einschränkungen sollen dazu beitragen, dass die natürliche Umwelt und die Landschaft erhalten bleiben und nicht beeinträchtigt werden.

Es gibt auch Regelungen zur Mindestabstand zu Wohngebäuden und Straßen, sowie zur Flächennutzungsplanung. Eine wichtige Rolle spielt auch die technische Machbarkeit und die wirtschaftliche Tragfähigkeit einer Anlage. Es gibt auch besondere Regelungen bei der Nutzung von Dächern, wie z.B. der Dachfirstrichtung, Dachneigung und Dachflächenbeschaffenheit. Es ist daher ratsam, sich vor der Installation einer Photovoltaikanlage über die geltenden Regelungen und Vorschriften zu informieren und gegebenenfalls fachliche Beratung in Anspruch zu nehmen.

Photovoltaikanlagen in der Nähe von Autobahnen und Bahnstrecken

Der Klimaschutz ist unsere dringendste gesellschaftliche Aufgabe in den nächsten Jahren und nicht nur in den trockenen Sommermonaten. Die Landwirtschaft hat hierbei einen erheblichen Anteil. Es ist daher sehr positiv, dass der Gesetzgeber auf Bundesebene die Möglichkeit geschaffen hat, dass nach den 110 m, die früher im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgesehen waren, jetzt 220 m und nun sogar 500 m beidseitig entlang von Autobahnen und Bahnstrecken für die Nutzung von Solarenergie genutzt werden können und für diese Nutzung eine Vergütung nach dem EEG in Anspruch genommen werden kann.

Durch die Erweiterung wird die Fläche entlang von Autobahnen, die bisher potentiell für eine Vergütung in Frage kam, um etwa 127 Prozent erhöht, da sie von 220 m Breite auf 500 m Breite wächst. Auch entlang von Bahnstrecken wächst die Fläche auf 500 m beidseitig.

Es sollte betont werden, dass die Kommunen letztendlich darüber entscheiden und im Rahmen ihrer Flächennutzungsplanung bestimmen, wo ein Solarpark als sogenannter „besonderer Freiflächen-PV-Anlagen“ oder auch „besonderer Freiflächen-Solarnutzung“ ausgewiesen wird und wo nicht. Insbesondere entlang von Autobahnen und Bahnstrecken sollten die Kommunen jedoch dem Klimaschutzziel und den Erweiterungsmöglichkeiten, die bald möglich sein könnten, folgen und diese Bereiche als Solarpark ausweisen.

Benachteiligte Gebiete

Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werden benachteiligte Gebiete als solche Gebiete definiert, in denen Landwirtschaft besonders schwierig oder teuer ist. Dazu gehören vor allem Gebiete, mit besonders schwierigen geographischen oder klimatischen Bedingungen.

Das EEG enthält besondere Förderregelungen für die Errichtung und den Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien in benachteiligten Gebieten. Dazu gehören insbesondere höhere Vergütungen für den erzeugten Strom, sowie eine höhere Förderung bei der Realisierung von Projekten.

Es gibt auch Regelungen die dazu beitragen sollen, dass die Energiewende in benachteiligten Gebieten beschleunigt wird. Ein Beispiel dafür ist die Möglichkeit, dass in benachteiligten Gebieten die Anlagenbetreiber einen höheren Anteil des selbst erzeugten Stroms selbst verbrauchen können.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Definition von benachteiligten Gebieten und die damit verbundenen Förderregelungen sich im Laufe der Zeit ändern können und es wichtig ist, sich über die aktuellen Regelungen und Vorschriften zu informieren.

Was ist Ihre Freifläche wert?

Sie möchten wissen, wie hoch der Pachtpreis für Ihr Ackerland oder Grünland ist? Unser Pachtrechner berechnet einen möglichen Pachtpreis für Ihre landwirtschaftliche Fläche.

Pachtpreis berechnen

Konversionsflächen

Die Begriff Konversionsfläche (auch Umnutzungsfläche) hat eine wichtige Bedeutung im Zusammenhang mit Photovoltaik. Um dies zu verstehen, muss zunächst der Begriff definiert werden. Umnutzung bedeutet beispielsweise eine Veränderung der Nutzung. Folglich ist eine Konversionsflächen eine Fläche, die früher anders genutzt wurde als heute. Beispiele für Konversionsflächen sind Flächen, die heute für ein Freiflächen-PV-System genutzt werden, aber früher von der Armee, Handwerkern oder Industrie genutzt wurden.

Wenn diese Fläche brachliegt, also nicht bewirtschaftet wird, kann sie für andere Zwecke genutzt werden. Der Bau einer PV-Anlage macht in diesem Fall Sinn und das EEG spricht auch von Konversionsflächen. Anlagen, die darauf errichtet werden, erhalten eine Einspeisevergütung. Es sollte jedoch vor der Nutzung einer brachliegenden Fläche als neuer Standort für eine PV-Anlage überprüft werden, ob sie auch gemäß EEG als solche anerkannt wird.

Abstand eines Solarparks zur Wohnbebauung

In Deutschland gibt es Vorschriften in Bezug auf den Abstand von Solarparkanlagen zu Wohngebäuden. Diese Vorschriften variieren jedoch je nach Bundesland und können sich auch im Laufe der Zeit ändern. In der Regel müssen Solarparkanlagen jedoch einen Mindestabstand zu Wohngebäuden einhalten, um die Privatsphäre und das Wohlbefinden der Anwohner zu schützen.

Die gesetzliche Grundlage für den Abstand von Solarparkanlagen zu Wohngebäuden in Deutschland findet sich in der jeweiligen Landesbauordnung. Hier wird geregelt, welche Abstände bei der Errichtung von Freiflächenanlagen einzuhalten sind. Diese Abstände können sich z.B. auf die Entfernung zu Nachbargrundstücken, Wohngebäuden, Straßen, etc. beziehen.

Es ist ratsam, sich vor Beginn eines Projekts genau über die geltenden Vorschriften in dem betreffenden Bundesland zu informieren, um sicherzustellen, dass die Anlage den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Direkt zum Thema

Eine der wichtigsten und nachhaltigsten Energiequellen ist heutzutage die Solarenergie. Die Bundesregiserung hat bis zum Jahr 2030 einen ambitionierten Plan zum Ausbau erneuerbarer Energien geschmiedet. In diesem Artikel wird gezeigt, wie man einen Solarpark entwirft, durchführt und seinen Gewinn maximiert.
 

Warum lohnt sich ein Solarpark für Sie?

Der zunehmend spürbare Klimawandel sorgt derzeit weltweit für Unruhe. Wissenschaftler forschen auf Hochtouren, um den Klimawandel, wenn schon nicht zu stoppen, so doch zumindest zu verlangsamen.

Es ist dringend notwendig, von Atomkraft und fossilen Brennstoffen auf umweltfreundliche und nachhaltige Energiequellen wie Wind-, Wasser- und Sonnenenergie umzusteigen. Solarenergie hat den Vorteil, dass die Sonne fast jeden Tag zur Verfügung steht. Aufgrund des Klimawandels bekommen wir in vielen Teilen der Welt sogar ein Plus an Sonnenenergie. Solaranlagen und ganze Solarparks lohnen sich daher zunehmend.

Wer einen Solarpark baut, tut nicht nur etwas Gutes für die Umwelt und verbessert seinen ökologischen Fußabdruck erheblich, sondern erhält auch eine recht hohe Rendite. Erneuerbare Energien spielen eine immer wichtigere Rolle. Und das weltweit.

Allerdings sind die Flächen, die für Solarparks benötigt werden, nicht beliebig groß. Je früher Sie also in einen Solarpark investieren, desto größer sind Ihre Chancen, eine geeignete Fläche zu finden, die eventuell sogar durch das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) gefördert werden kann. Da Solarenergie auch in Jahrzehnten noch gebraucht wird, ist dies eine äußerst sichere Investition, die sich auszahlt.

Wenn Sie eine Fläche zur Verfügung haben, die für einen Solarpark geeignet ist, oder eine solche erwerben wollen, um einen Solarpark zu bauen, sollten Sie diesen Artikel vollständig lesen. Er zeigt Ihnen alles Wichtige, was Sie von der Planung über den Bau bis zur endgültigen Nutzung wissen müssen.

Was ist Ihre Freifläche wert?

Sie möchten wissen, wie hoch der Pachtpreis für Ihr Ackerland oder Grünland ist? Unser Pachtrechner berechnet einen möglichen Pachtpreis für Ihre landwirtschaftliche Fläche.

Pachtpreis berechnen

Wichtige Voraussetzungen für den Bau eines Solarparks

Die Entscheidung, einen Solarpark zu bauen, wird natürlich nicht einfach so getroffen. Viele Faktoren müssen bedacht und geprüft werden. Neben den finanziellen Aspekten spielen auch die zur Verfügung stehenden Flächen und deren Eignung eine große Rolle.

Und nicht zuletzt geht es um die Frage, ob Ihr geplanter Solarpark unter das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fallen würde. Bei allen Vorüberlegungen, der konkreten Planung und der Umsetzung stehen wir Ihnen gerne mit unserem kompetenten Netzwerk zur Seite. Doch zunächst möchten wir Ihnen noch einige notwendige Informationen geben, um Ihnen die Entscheidung für einen Solarpark zu erleichtern.

Ist ein Solarpark förderfähig?
Ein Solarpark ist eine sogenannte Photovoltaik-Freiflächenanlage (PV-Freiflächenanlage oder FFPV). Dabei handelt es sich um sehr leistungsstarke, mittlere bis sehr große Photovoltaikanlagen. Natürlich sind solche Freiflächenanlagen auch in kleiner Form auf privaten Grundstücken möglich, aber wir wollen uns hier mehr mit Solarparks, also Großanlagen ab 5 Hektar Fläche, beschäftigen.

Prinzipiell ist es möglich, seinen Solarpark nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) fördern zu lassen. Allerdings sind dabei einige Voraussetzungen zu erfüllen, die wir uns nun näher ansehen. Es gibt Arten von Gebieten, für die eine EEG – Förderung in Frage kommt. Diese sind:

  • Flächen entlang eines 500 Meter Streifens von Autobahnen oder Bahnstrecken
  • Konversionsflächen (bereits verdichtete Flächen wie Deponien, Industriegebiete, Militäranlagen)
  • Benachteiligte Flächen (Flächen mit sehr niedrigen Bodenpunkten unter 35)
  • Agri-PV Anlagen, die weiterhin landwirtschaftlich betrieben werden

Flächen entlang Autobahnen oder Bahnstrecken

Die Bundesregierung hat im Januar 2023 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geändert, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern. Eine der wichtigsten Änderungen betrifft die Nutzung von Randstreifen entlang von Autobahnen. Gemäß den neuen Vorschriften kann das Fernstraßen-Bundesamt nun das bisherige Verbot, diese Randstreifen innerhalb eines Abstands von 40 Metern zur Autobahn zu bebauen, mit Ausnahmegenehmigungen aufheben.

Darüber hinaus wurden Flächen innerhalb eines Abstands von 200 Metern zur Autobahn als privilegierte Flächen für den Bau von Photovoltaikanlagen erklärt. Dies bedeutet, dass kein aufwändiges Bebauungsplanverfahren mehr erforderlich ist, sondern nur noch ein Bauantrag gestellt werden muss. Diese Änderungen sollen den Bau beschleunigen und die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung entfällt.

Unser Artikel zum Thema: Photovoltaik an Autobahnen und Bahnstrecken

Konversionsflächen

Konversionsflächen sind Flächen, die ursprünglich wirtschaftlich oder militärisch genutzt wurden. In den meisten Fällen sind hier Schadstoffe, Kampfmittel oder andere Probleme zu finden, die die Flächen unbrauchbar machen.

Versiegelte Flächen sind solche, die durch menschliche Bebauung so stark versiegelt wurden, dass nicht einmal mehr Regenwasser in den Boden eindringen kann. Dadurch finden keine natürlichen Prozesse mehr statt und das Gebiet ist für andere Nutzungen unbrauchbar. Bei förderfähigen Flächen handelt es sich in der Regel um Flächen, die für jede andere nützliche Nutzung unbrauchbar sind.

Unser Artikel zum Thema: Konversionsflächen

Benachteiligte Flächen

Eine Ausnahme bilden landwirtschaftliche Flächen, die im Allgemeinen für den Anbau von Nahrungsmitteln oder die Viehzucht genutzt werden. Sollte die Bodenqualität (Bodenpunkte, Ackerzahl, Bodenzahl) jedoch nicht ausreichend hoch sein, um ökonomisch Landwirtschaft betreiben zu können, so können diese Flächen ebenfalls in die Nutzung für Photovoltaik übergehen. Die Bodenqualität bemisst sich über die sogenannten Bodenpunkte einer Fläche. Die Bodenzahl lässt sich in der Regel über die Geoportale der Bundesländer abfragen.

Wenn Sie wissen wollen ob sich Ihre Freifläche für Photovoltaik eignet, nutzen Sie gern das folgende Formular:

Unser Artikel zum Thema: Benachteiligte Gebiete

Agri-PV Anlagen

Agri-PV Anlagen sind Photovoltaik Anlagen, die parallel zur Landwirtschaft auf einer Freifläche betrieben werden können. Das trägt zu einer effizienteren Landnutzung bei, verringert die Flächenkonkurrenz und treibt die Energiewende voran. Wenn die Voraussetzungen stimmen, kann Agri-PV damit landwirtschaftlichen Betrieben eine verlässliche Einkommensergänzung bieten und zur Energiewende beitragen

Agri-PV-Anlagen sind über das EEG grundsätzlich auf allen Ackerflächen, Flächen mit Dauerkulturen und Grünlandflächen förderfähig (ausgenommen Moorböden und Naturschutzgebiete).

Unser Artikel zum Thema: Agri-PV Anlagen

Welche Flächen kommen für den Bau eines Solarparks in Frage?

Zunächst einmal müssen Sie herausfinden, ob Ihre Fläche grundsätzlich für den Bau eines Solarparks geeignet ist. In jedem Fall sollte die Fläche frei von Schatten und Hindernissen wie Gestrüpp, großen Steinen, Bäumen usw. sein. Befindet sich die Fläche an einem Hang, muss die Anlage in Richtung Süden ausgerichtet werden können.

Keine Schutzgebiete

Wichtig ist auch, dass die Fläche frei von Schutzgebieten jeglicher Art ist. Darunter zählen alle Gebiete die nach Natura 2000 als Schutzgebiet definiert sind:

  • Naturschutzgebiete
  • Wasserschutzgebiete
  • Artenschutzgebiete

Große Flächengröße

Generell sind größere Anlagen ab 5 Hektar interessanter für Investoren als kleinere Anlagen. Grund dafür sind die Investitionskosten, die bei kleinen Anlagen ins Missverhältnis geraten können. Gerade der Netzanschluss spielt hier eine große Rolle. Sollte die Fläche direkt neben einem Umspannwerk oder anderen Solarparks liegen, können auch kleinere Flächen interessant sein.

Benachteiligte Gebiete

Anders als von vielen Kritikern behauptet werden Solarparks (FFPV) vorzugsweise auf benachteiligten Gebieten errichtet. Grund dafür ist zum einen der moralische Aspekt, andererseits aber auch die Fördermaßnahmen der Gesetzgebung durch das Erneuerbare Energien Gesetzt (EEG).

Benachteiligte Gebiete sind bereits verdichtete Gebiete oder Flächen mit geringer Bodenqualität.

Akzeptanz in der Gemeinde

Da Gemeinden beim Bau von Solarparks bzw. Freiflächen-Photovoltaikanlagen (FFPV) ein erhebliches Mitspracherecht haben, ist eine generelle Offenheit und Akzeptanz in der Gemeinde wünschenswert.

Außerdem müssen Sie bedenken, dass Freiflächen-Photovoltaikanlagen genehmigungspflichtig sind. Sie stellen eine bauliche Maßnahme dar und unterliegen daher dem Bauplanungsrecht. Das Problem ist, dass jede Gemeinde selbst entscheiden kann, ob eine Freiflächen-Photovoltaikanlage zulässig ist. Sie haben daher keinen Rechtsanspruch auf eine Änderung des Bebauungsplans.

Wenn die Gemeinde zustimmt, kann sie Ihnen bestimmte Auflagen machen. Das kann unter anderem die Höhe der Gestelle betreffen, es kann aber auch sein, dass Sie verpflichtet werden, eine Ausgleichsbegrünung vorzunehmen. Eine geeignete Fläche zu haben, bedeutet also nicht automatisch, dass Sie Ihren Solarpark auch tatsächlich bauen können.

Unser Artikel zum Thema: Rolle von Gemeinden beim Ausbau von Photovoltaik

Sie verfügen über Ackerland, Grünland oder sonstige passende Flächen?

Als Flächeneigentümer haben Sie sicherlich schon darüber nachgedacht, wie Sie Ihre Fläche optimal nutzen können. Eine Möglichkeit, die immer beliebter wird, ist die Errichtung einer Solaranlage. Diese Art der Energiegewinnung ist umweltfreundlich, zukunftsorientiert und kann für Sie als Flächeneigentümer auch finanziell lukrativ sein.

Wir bieten Ihnen einen kostenfreien Pachtrechner an, mit dem Sie den Wert Ihrer Fläche schnell und unkompliziert ermitteln können. Dies gibt Ihnen eine Orientierung, zu welchen Konditionen eine Solaranlage auf Ihrem Grundstück errichtet werden könnte.

Neben dem Pachtrechner bieten wir Ihnen auch unsere Unterstützung bei der Suche nach einem solventen Investor an. Dieser kümmert uns um den gesamten Bauprozess und steht Ihnen während der gesamten Bauzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Also zögern Sie nicht und lassen Sie Ihre Fläche mit unserem Pachtrechner bewerten. Wir freuen uns darauf, Sie bei der Errichtung einer Solaranlage auf Ihrem Grundstück zu unterstützen.

Was ist Ihre Freifläche wert?

Sie möchten wissen, wie hoch der Pachtpreis für Ihr Ackerland oder Grünland ist? Unser Pachtrechner berechnet einen möglichen Pachtpreis für Ihre landwirtschaftliche Fläche.

Pachtpreis berechnen

Was kostet ein Solarpark pro Hektar?

Die Kosten für den Bau eines Solarparks hängen von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Größe des Solarparks, der Art der Photovoltaik-Module und der verwendeten Technologie. Ein wichtiger Faktor ist auch der Standort des Solarparks, da dies Auswirkungen auf die Stromproduktion und somit auf die Wirtschaftlichkeit des Projekts hat.

Die Kosten für den Bau eines Solarparks können grob in zwei Kategorien unterteilt werden: die Investitionskosten und die Betriebskosten.

Die Investitionskosten umfassen alle Kosten, die anfallen, um den Solarpark zu errichten. Dazu gehören beispielsweise die Kosten für die Photovoltaik-Module, den Wechselrichter, das Gleichstrom- und das Mittelspannungskabel, die Fundamente und die Inbetriebnahme. Die Investitionskosten können je nach Größe des Solarparks und der verwendeten Technologie stark variieren.

Die Betriebskosten umfassen alle Kosten, die anfallen, um den Solarpark zu betreiben und zu unterhalten. Dazu gehören beispielsweise die Kosten für die Wartung und Reparaturen, die Stromabrechnung und die Kosten für das Personal.

Es ist schwierig, pauschale Aussagen über die Kosten eines Solarparks zu treffen, da diese von vielen Faktoren abhängen. Um eine realistische Kostenschätzung zu erhalten, sollten Sie sich von einem erfahrenen Anbieter beraten lassen und eine ausführliche Kosten-Nutzen-Analyse durchführen.

Ein Solarpark kostet durchschnittlich 1.000 EUR pro kWp. Für den Betrieb der Anlage fallen jährlich etwa 1% der Investitionskosten an.

Wenn ein Hektar durchschnittlich 0,9 MWp Strom erzeugt, würde der Bau einer Photovoltaikanlage auf einem Hektar etwa 900.000 EUR kosten verursachen. Jährlich würden dann etwa 9.000 EUR an Betriebskosten anfallen (1% der Investitionskosten von 900.000 EUR). Insgesamt würde es also etwa 1.000.000 EUR kosten, einen Hektar mit einer Photovoltaikanlage zu bebauen und betreiben.

Wie ist die Wirtschaftlichkeit eines Solarparks?

Ein jährlicher Stromertrag zwischen 400.000 und 500.000 kWh pro Hektar ist der Normalfall. Bis zu einer Leistung von 10 MW wird für Solaranlagen eine Einspeisevergütung nach dem EEG gewährt. Voraussetzung ist natürlich, dass die Anlage auf einer förderfähigen Fläche steht.

Je nach Ausbau liegt die Einspeisevergütung bei 10 Cent. Damit ist die wirtschaftliche Nutzung eines Solarparks in jedem Fall gegeben. Hinzu kommt, dass die Preise für Module weiter sinken, während die Strompreise weiter steigen. Deshalb lohnt sich eine Investition heute auch ohne staatliche Förderung sehr.

Nutzen Sie unseren Renditerechner für Photovoltaik-Freiflächenanlagen

Was muss steuerlich beachtet werden? Muss eine Solarpark GmbH gegründet werden?

Wenn Sie einen Solarpark auf Ihrer Grünfläche installieren und betreiben möchten, gibt es einige steuerliche Aspekte, die Sie beachten sollten. Hier sind einige wichtige Punkte:

Einkommensteuer: Die Einkünfte aus dem Betrieb eines Solarparks unterliegen der Einkommensteuer. Sie müssen die Einkünfte aus dem Solarpark in Ihrer Steuererklärung angeben und die entsprechenden Steuern zahlen.

Umsatzsteuer: Wenn Sie den erzeugten Strom verkaufen, müssen Sie auf den Verkaufspreis Umsatzsteuer berechnen und abführen.

Abschreibung: Sie können die Kosten für die Anlage als Wirtschaftsgüter abschreiben, das heißt, diese Kosten können über einen bestimmten Zeitraum auf die Einkünfte angerechnet werden, was Ihre Steuerbelastung verringert.

Investitionszulage: Sie können eventuell eine Investitionszulage beantragen, wenn Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Gründung einer GmbH: Sie sind nicht zwingend dazu verpflichtet eine eigene GmbH zu gründen, um einen Solarpark zu betreiben. Sie können die Anlage auch als Einzelunternehmen oder als Personengesellschaft betreiben. Eine GmbH kann jedoch Vorteile bieten, z.B. eine bessere Haftungsbeschränkung oder die Möglichkeit, die Anlage als Wirtschaftsgut zu behandeln.

Es empfiehlt sich, sich vorab mit einem Steuerberater oder einem Experten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien zu beraten, um sicherzustellen, dass Sie alle relevanten steuerlichen Aspekte berücksichtigen und um die bestmögliche Struktur für Ihr Unternehmen zu wählen.

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) haben Kriterien für eine klima- und naturverträgliche Gestaltung von Solarparks entwickelt. Auch wenn die Auswirkungen auf die natürliche Umwelt im Vergleich zu anderen Energieerzeugungstechnologien begrenzt sind, können Solarparks je nach Standort dennoch Auswirkungen auf die Landschaft und natürliche Lebensräume haben. Solarparks können aber auch zur ökologischen Aufwertung von Flächen, wie z.B. ehemaligen Industriestandorten und landwirtschaftlichen Brachflächen, beitragen, insbesondere wenn die Kriterien von NABU und BSW-Solar berücksichtigt werden. Zu diesen Kriterien gehören die Schaffung von Lebensräumen für Insekten, Vögel und Reptilien, die Verbesserung der Bodenstruktur, der Schutz von bodenbrütenden Vögeln und gefährdeten Reptilien sowie die Anpflanzung bestimmter Arten. Zu den Kriterien gehören auch Empfehlungen für den Bau, den Betrieb und den Rückbau von Solarparks, die umweltverträglich sind.

Was ist ein Schutzgebiet?

Ein Schutzgebiet, auch Naturschutzgebiet genannt, ist ein Stück Land oder ein Gewässer, das dem Schutz von natürlichen Lebensräumen, Pflanzen und Tieren vorbehalten ist. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) unterscheidet fünf Arten von Schutzgebieten in Deutschland: Naturschutzgebiete, Nationalparks, Biosphärenreservate, Naturparks und Landschaftsschutzgebiete. Diese Gebiete werden ausgewiesen, um die natürliche Umwelt zu erhalten und sie vor menschlichen Eingriffen oder Entwicklungen zu schützen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erkennt auch benachteiligte Gebiete an, die aufgrund ihrer Lage, der Bodenverhältnisse oder des Klimas schwieriger zu bewirtschaften sind. Nach geltendem EU-Recht liegt es im Ermessen der Bundesländer, ob sie den Bau von Solaranlagen auf landwirtschaftlichen und grünen Flächen in benachteiligten Gebieten zulassen. Darüber hinaus sieht das Raumordnungsgesetz (ROG) einen Vorrang für die Nutzung von Windenergie und verwandten erneuerbaren Energien in ausgewiesenen Windvorranggebieten vor.

Sie wollen wissen, ob Ihre Fläche in einem der schützbaren Gebiete liegt? Dann schauen Sie hier nach: https://geodienste.bfn.de/schutzgebiete?lang=de

Kriterien für die naturverträgliche Energiewende

Verbände zeigen, wie Solarparks umweltverträglich gestaltet werden können
Solarparks können so gestaltet werden, dass sie nicht nur das Klima, sondern auch die natürlichen Lebensräume schützen. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat dazu in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) Kriterien entwickelt.

Solarparks sind bewährt, effizient und kostengünstig. Diese Technologie zur Stromerzeugung kann einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Ein verstärkter, umweltfreundlicher Ausbau der Solarenergie liegt auch im Interesse des Artenschutzes, denn der Klimawandel ist eine der größten Bedrohungen für Mensch und Natur.

Räume für Insekten, Vögel und Reptilien schaffen

In dicht besiedelten und intensiv genutzten Kulturlandschaften können Solarparks der Natur im Vergleich zu anderen Nutzungen sogar helfen: Gut durchdachte Konzepte können auch weniger vielfältige Flächen ökologisch aufwerten. Beispiele sind die Sanierung, die Förderung der Strukturvielfalt, der Schutz von bodenbrütenden Vögeln und gefährdeten Reptilien sowie eine gezielte Bepflanzung.

Neue Lebensräume werden geschaffen, wenn eine bisher intensiv genutzte landwirtschaftliche Fläche durch den Bau eines Solarparks in eine extensiv und damit nachhaltig genutzte Fläche umgewandelt wird. So können Solarparks als pestizid- und düngemittelfreier Lebensraum für Insekten oder als Rückzugsgebiet für gefährdete Vögel dienen und damit einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität leisten.

Potenziale von Photovoltaikanlagen ausschöpfen

Solarparks können in kurzer Zeit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten und werden von der Bevölkerung allgemein akzeptiert. Im Vergleich zu anderen Energieerzeugungstechnologien sind die Auswirkungen von Solarparks auf die natürliche Umwelt begrenzt. Dennoch stellen sie einen Eingriff in die Landschaft dar und können je nach Standort natürliche Lebensräume beeinträchtigen. Neben den bekannten positiven Effekten, wie der Reduzierung von CO2 und Luftschadstoffen, können Solarparks auch zur ökologischen Aufwertung von Gebieten wie Brachflächen und landwirtschaftlich armen Flächen beitragen. Dies gilt insbesondere, wenn man die vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) entwickelten Kriterien berücksichtigt.

Direkt zum Thema

Konversionsflächen sind brachliegende Flächen, die durch eine Nutzungsänderung wieder in den Wirtschafts- oder Naturkreislauf eingegliedert werden sollen. Diese Flächen, die in der Vergangenheit anderweitig genutzt wurden, bieten eine interessante Möglichkeit für Flächenbesitzer, nachhaltige Einnahmen zu erzielen, insbesondere durch den Bau von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen). In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie von diesem Trend profitieren können.

Was sind Konversionsflächen?

Konversionsflächen sind vielfältig und können ehemalige Militärflächen, Industrieareale, Bergbaufolgelandschaften, stillgelegte Fabriken und mehr umfassen. Die Idee hinter der Konversion besteht darin, diese brachliegenden Areale wieder in den Wirtschafts- oder Naturkreislauf zu integrieren. Einige typische Beispiele für Konversionsflächen sind:

  • Ehemalige Militärflächen, die nicht mehr militärisch genutzt werden.
  • Industrie- und Gewerbeareale, die aufgegeben oder umgewandelt wurden.
  • Geschlossene Güterbahnhöfe oder Flugplätze, die nicht mehr für ihren ursprünglichen Zweck genutzt werden.
  • Folgelandschaften des Bergbaus, die nach dem Ende des Bergbaus brachliegen.
  • Gelände einer stillgelegten Fabrik, das auf eine neue Nutzung wartet.

Diese Konversionsflächen bieten eine wertvolle Gelegenheit zur Umnutzung und können zu nachhaltigen Investitionen führen.

Herausforderungen bei der Umnutzung von Konversionsflächen

Die Umnutzung von Konversionsflächen ist oft mit Herausforderungen verbunden. Die ursprüngliche Nutzung dieser Flächen, sei es für industrielle oder militärische Zwecke, führt zu technischen und finanziellen Problemen. Dazu gehören Rückbaumaßnahmen von baulichen Anlagen, Dekontamination von Bodenverunreinigungen und mehr. Dies erschwert die Planung und beeinflusst den Wert der Liegenschaft.

Photovoltaikanlagen als nachhaltige Lösung

Besonders auf stark belasteten Konversionsflächen bietet sich der Bau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen an. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die Anforderungen, die diese Flächen erfüllen müssen, um für PV-Anlagen genutzt zu werden. Dazu gehören frühere verkehrliche, wohnungsbauliche, wirtschaftliche oder militärische Nutzung und die Fortwirkung dieser Nutzung.

Für Strom aus PV-Freiflächenanlagen auf Konversionsflächen bietet das EEG gemäß § 48 eine Vergütung. Vorab sollten Sie jedoch sorgfältig prüfen, ob Ihre Fläche die gesetzlichen Anforderungen erfüllt.

Die Verpachtung einer Konversionsfläche für eine Nutzung als Solarpark kann sich jedoch finanziell enorm lohnen. Für geeignete Flächen werden bis zu 5.500 Euro Pacht pro Hektar und Jahr gezahlt.

Was ist Ihre Freifläche wert?

Sie möchten wissen, wie hoch der Pachtpreis für Ihr Ackerland oder Grünland ist? Unser Pachtrechner berechnet einen möglichen Pachtpreis für Ihre landwirtschaftliche Fläche.

Pachtpreis berechnen

Fördermöglichkeiten für Photovoltaik auf Konversionsflächen

Die EEG-Vergütung spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung von Photovoltaikanlagen auf Konversionsflächen. Diese staatliche Vergütung stellt sicher, dass Betreiber von PV-Anlagen eine bestimmte Vergütung pro eingespeiste Kilowattstunde erhalten. Die Höhe der Vergütung und der Vergütungszeitraum hängen vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage ab.

Kann Photovoltaik auf Konversionsflächen gefördert werden?

Obwohl Konversionsflächen grundsätzlich förderfähig sind, kann es Ausnahmen geben. Die EEG-Vergütung wird nicht in allen Fällen gezahlt. Dennoch kann der Bau und Betrieb einer PV-Anlage auf Konversionsflächen lohnenswert sein. Dies liegt daran, dass die EEG-Vergütung in den letzten Jahren gesunken ist, während die Strompreise gestiegen sind. Das macht den Solarstrom aus Konversionsflächen auch ohne EEG-Vergütung wirtschaftlich attraktiv.

Bewertung von Konversionsflächen

Die Wertermittlung von Konversionsflächen ist komplex und von Unsicherheiten geprägt. Eine professionelle Bewertung ist unerlässlich und sollte auf einem klaren Nutzungskonzept basieren. Gutachter verwenden in der Regel das Vergleichswertverfahren, das Marktkenntnisse und Erfahrung erfordert.

Fazit

Die Umnutzung von Konversionsflächen bietet eine nachhaltige Möglichkeit für Flächenbesitzer, Einnahmen zu erzielen. Der Bau von Photovoltaikanlagen auf diesen Flächen kann nicht nur zur Energieerzeugung beitragen, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sein. Trotz Herausforderungen und gegebenenfalls fehlender EEG-Vergütung sind Konversionsflächen eine interessante Option für Investoren.

Wenn Sie eine Konversionsfläche besitzen oder über den Erwerb einer solchen Fläche nachdenken, sollten Sie sich von erfahrenen Gutachtern und Experten beraten lassen, um das volle Potenzial dieser Flächen auszuschöpfen. Eine professionelle Wertermittlung und Planung sind der Schlüssel zum Erfolg.

Nutzen Sie die Chancen, die Konversionsflächen bieten, und tragen Sie zur nachhaltigen Energieerzeugung bei, während Sie gleichzeitig von Ihren Investitionen profitieren.

Mit einer sorgfältigen Prüfung der EEG-Bestimmungen und einer klaren Strategie können Sie Photovoltaikanlagen auf Konversionsflächen zu einer gewinnbringenden Investition machen.

Direkt zum Thema

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um fremde Sachen und Immobilien zu nutzen. Eine davon ist das Eigentum durch Kauf, eine andere Variante ist die Übertragung eines Nutzungsrechts. Dies geschieht durch einen Vertrag, der zwischen den Vertragsparteien geschlossen wird. Zwei Beispiele für solche Verträge sind der Mietvertrag und der Pachtvertrag. Beide Vertragsverhältnisse haben einige Gemeinsamkeiten, sind aber voneinander zu unterscheiden.

Wie beim Mietvertrag für eine Wohnung oder eine Gewerbeimmobilie handelt es sich beim Pachtvertrag um die Überlassung der Nutzung einer Sache. In der Regel wird die Nutzung einer Immobilie oder von Ländereien zwischen zwei Vertragsparteien, dem Pächter und dem Verpächter, vereinbart. Die rechtliche Basis für den Pachtvertrag findet sich im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) in den §§ 581-597.

In diesem Ratgeber wird erklärt, was der Unterschied zwischen Miete und Pacht ist, welche Regelungen es im BGB zur Pacht gibt und welche gängigen Formen für einen Pachtvertrag es gibt.

Was ist ein landwirtschaftlicher Pachtvertrag?

Der Pachtvertrag und der Mietvertrag ähneln sich insofern, dass sie beide Dauerschuldverhältnisse darstellen. Im Pachtvertrag überlässt der Verpächter dem Pächter eine Pachtsache zur Nutzung und erhält dafür einen Pachtzins. Im Mietvertrag überlässt der Vermieter dem Mieter eine Mietsache zur Nutzung und erhält dafür eine Miete.

Viele Verpächter und Verpächterinnen haben das Bedürfnis, im Hinblick auf den Schutz von Natur und Umwelt zusätzliche Maßnahmen für die Bewirtschaftung ihres Landeigentums zu vereinbaren. Dies ist in Pachtverträgen durch die Vertragsverhandlungen möglich.

Was ist der Unterschied zwischen Pachtvertrag und Mietvertrag?

Der Pachtvertrag und der Mietvertrag sind sehr ähnlich, jedoch gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen diesen beiden Vertragsarten. Der Pachtvertrag gibt dem Pächter weit mehr Rechte, als es der Mietvertrag tut. Beispielsweise hat der Pächter das Recht, Gewinne aus der Nutzung der Pachtsache zu erwirtschaften. Dies ist beispielsweise bei der Verpachtung von Kleingärten üblich.

Wird ein Pachtvertrag befristet oder unbefristet geschlossen?

Verpächter und Pächter können die Bedingungen eines Pachtvertrags frei vereinbaren, müssen dabei aber § 585a BGB beachten. Dieser besagt, dass ein Pachtvertrag für Landflächen automatisch als Vertrag für unbestimmte Zeit gilt, wenn er nicht in schriftlicher Form für eine Zeit von weniger als zwei Jahren geschlossen wurde.

Grünland oder Ackerland pachten

Im landwirtschaftlichen Bereich ist die Landpacht ein häufig genutzter Vertragstyp, bei dem Pächter und Verpächter die langfristige Nutzung und Bewirtschaftung eines Grundstücks vereinbaren. In diesem Pachtvertrag kann auch die Nutzung von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, wie z.B. einem Bauernhof, geregelt werden.

Gemäß § 585 ff BGB definiert der Gesetzgeber Landwirtschaft als Bodenbewirtschaftung und die damit verbundene Tierhaltung zur Gewinnung von tierischen oder pflanzlichen Erzeugnissen, sowie gartenbauliche Erzeugung. Dazu gehören Ackerbau, Erwerbsgartenbau, Obst- und Weinbau, Imkerei sowie Wiesen- und Weidewirtschaft, die auf der Nutzung der natürlichen Kräfte des Bodens basieren. Tierhaltung und Gartenbau, die unabhängig davon sind, können nicht Teil eines Landpachtvertrags sein.

Wie lange laufen landwirtschaftliche Pachtverträge?

Die Dauer von landwirtschaftlichen Pachtverträgen kann frei verhandelt werden, jedoch darf sie maximal 30 Jahre betragen. Oft werden Laufzeiten von 6 bis 12 Jahren vereinbart, da es hier darum geht, das Interesse des Pächters an der Planbarkeit seiner betrieblichen Entwicklung mit dem Wunsch des Verpächters nach Flexibilität in Einklang zu bringen. Die meisten Förderprogramme für naturschutzrelevante Wirtschaftsweisen haben Laufzeiten von 5 Jahren, deshalb sollte die Pächterin/der Pächter dies bei der Vertragslaufzeit berücksichtigen. Es kann auch eine Vereinbarung zur Verlängerung der Pachtlaufzeit nach einer bestimmten Zeit getroffen werden.

Pachtverträge mit Solarinvestoren haben in der Regel eine längere Laufzeit im Vergleich zu konventionellen landwirtschaftlichen Pachtverträgen. Dies ist auf die längeren Investitionshorizonte der Solarprojekte zurückzuführen. In der Regel liegt die Laufzeit zwischen 20 bis 30 Jahren, in manchen Fällen sogar noch länger. Dies ermöglicht den Investoren, die hohen Anfangsinvestitionen für die Errichtung der Solarkraftwerke zu amortisieren und eine angemessene Rendite zu erzielen. Es ermöglicht auch dem Pächter, eine längerfristige Planbarkeit und eine höhere Pachtzahlung als bei konventionellen Pachtverträgen zu erhalten.

Eine Alternative zu festen Laufzeiten ist die automatische Verlängerung von Pachtverträgen. Nach einer festgelegten Mindestlaufzeit verlängern sich diese Verträge um ein Jahr. Diese Option wird normalerweise nur von Verpächterinnen/Verpächtern mit aktiver Pachtvertragsverwaltung gewählt.

Wenn keine Laufzeit vereinbart wurde, gilt der Vertrag als unbefristet und ist von beiden Seiten mit einer Frist von zwei Jahren zum Pachtjahresende kündbar.

Musterpachtvertrag

Ein Pachtvertrag für Ländereien ist ein schuldrechtlicher Vertrag, in dem die Nutzung und Bewirtschaftung von Grundstücken auf Dauer vereinbart wird. Die Ausgestaltung eines Pachtvertrags ähnelt der eines Mietvertrags, beinhaltet jedoch spezifische Bestimmungen und Klauseln, die sich am rechtlichen Rahmen des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) orientieren. Ein Beispiel für einen solchen Pachtvertrag kann auf der Website des Landes Thüringen gefunden werden, wo ein Musterpachtvertrag für Ländereien zur Verfügung gestellt wird.

Es ist auch möglich, einen Musterpachtvertrag von der Seite von Fairpachten herunterzuladen. Dieser Musterpachtvertrag berücksichtigt nicht nur die Interessen der Verpächter, sondern auch die Interessen der Natur, indem bestimmte Klauseln zur naturverträglichen Nutzung der Pachtfläche aufgeführt sind. Dieser Musterpachtvertrag kann als Leitfaden bei der Erstellung eines individuellen Pachtvertrags verwendet werden und kann dazu beitragen, eine nachhaltige und umweltfreundliche Bewirtschaftung der Pachtflächen zu gewährleisten.

Pachtrecht: Rechte und Pflichten von Pächter und Verpächter

Der Pachtvertrag ist ein Dauerschuldverhältnis, bei dem der Verpächter dem Pächter die Nutzung einer Sache, wie zum Beispiel eines Grundstücks, zur Verfügung stellt. Im Gegenzug dafür erhält der Verpächter einen vereinbarten Pachtzins. Der Pachtvertrag kann befristet oder unbefristet geschlossen werden und endet entweder mit Ablauf der Frist oder durch Kündigung. Im landwirtschaftlichen Bereich ist die Landpacht ein weit verbreiteter Vertragstyp. Es gibt jedoch auch andere Pachtverträge, wie zum Beispiel den Pachtvertrag für Kleingärten oder Jagdflächen, die durch spezielle Gesetze geregelt sind. Es ist wichtig, die gesetzlichen Fristen und Regelungen bei der Beendigung des Pachtvertrags zu beachten.

Kündigung eines Pachtvertrags

Ein Pachtvertrag, der für eine bestimmte Zeit abgeschlossen wurde, endet automatisch, falls er nicht verlängert wird. Die ordnungsgemäße Kündigungsfrist gemäß § 584 BGB ist nur zum Ende des Pachtjahres möglich und muss spätestens am dritten Werktag des halben Jahres erfolgen. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung. Im Gegensatz zum Mietrecht hat der Pächter jedoch kein Recht auf eine außerordentliche Kündigung, wenn der Verpächter einer Verbrauchsüberlassung an Dritte nicht zustimmt. Eine außerordentliche Kündigung ist jedoch beim Tod des Pächters möglich. Die Erben haben gemäß § 580 BGB das Recht, das Pachtverhältnis innerhalb eines Monats nach Kenntnis vom Tod des Pächters außerordentlich mit gesetzlicher Frist zu kündigen. Dem Verpächter steht dieses Recht jedoch nicht zu. Bei der Landpacht gibt es jedoch Abweichungen.

Bei der Landpacht gibt es einige Besonderheiten im Vergleich zu anderen Pachtverträgen. Eine wichtige Regelung ist die Schriftform, die für die Kündigung des Vertrags verpflichtend ist. Die Frist für eine ordentliche Kündigung beträgt ein Jahr und muss spätestens bis zum dritten Werktag des Pachtjahres erfolgen. Kürzere Fristen können jedoch durch vertragliche Vereinbarung festgelegt werden. In bestimmten Fällen, wie bei Berufsunfähigkeit des Pächters, Tod des Pächters oder aus wichtigem Grund, gelten besondere Regelungen für die Kündigung. Auch Verträge mit einer Laufzeit von mehr als 30 Jahren und Anträge beim Landwirtschaftsgericht auf vorzeitige Kündigung haben spezielle Bestimmungen.

anteil-erneuerbare-energien-eu

Direkt zum Thema

Im nachfolgenden Beitrag erläutern wir Ihnen, wie Sie in Bayern die Flurstücknummern einer Adresse ermitteln können und wie Sie mithilfe einer Flurkarte das zugehörige Flurstück anhand der Flurnummer lokalisieren.

Sollten Sie als Eigentümer der Fläche interessiert an einer Verpachtung für erneuerbare Energien sein, nutzen Sie gern unseren kostenfreien Pachtrechner.

Wie in sämtlichen anderen deutschen Bundesländern setzt sich die exakte Katasterbezeichnung (Grundbuchbezeichnung) eines Grundstücks in Bayern aus drei wesentlichen Elementen zusammen:

  1. Gemarkung
  2. Flur
  3. Flurstücknummer

Dabei repräsentiert die Gemarkung einen übergeordneten Verwaltungsbereich, während der Flur eine Untereinheit innerhalb der Gemarkung darstellt. Das Flurstück wiederum bildet die kleinste abgrenzbare Einheit und dient als Grundlage für die präzise Identifikation und Dokumentation von Grundstücken.

Eine gängige Flurstücknummer in Bayern besteht daher in der Regel aus drei Elementen, wie zum Beispiel: Gemarkung 12/345.

Nachfolgend erhalten Sie eine kurze Anleitung, wie Sie anhand einer konkreten Adresse die offizielle Katasterbezeichnung eines Grundstücks in Bayern herausfinden können. Die Anleitung beinhaltet alle erforderlichen Verlinkungen und erklärende Screenshots. Dabei entstehen für Sie keinerlei Kosten, da ausschließlich auf offizielle Ressourcen des Bundeslandes zurückgegriffen wird.

Schritt 1: Geoportal Bayern

Jedes Bundesland hat ein eigenes Geoportal, welches die Katasterinformationen öffentlich verfügbar macht, so auch das Bundesland Bayern. Um die Flurstücknummern eines Grundstücks zu recherchieren, müssen Sie daher zunächst auf das Geoportal des Landes Bayern zugreifen. Die Nutzung ist kostenfrei.

Achtung: Aktuell hat die Seite des Geoportals Bayern einen merkwürdigen Fehler. Wenn Sie die Seite zweimal öffnen, erhalten Sie Zugriff auf die Karte. Das heißt, klicken Sie einfach zwei mal auf den oben stehenden Link.

Schritt 2: Adresse oder Flurstück suchen

Anschließend gelangen Sie in das Geoportal des Bundeslandes Bayern, in dem Sie in der oberen linken Ecke eine Suchmöglichkeit für Adressen, Orte, Flurstücke oder Koordinaten haben. Dort geben Sie das Gesuchte ein.

Adresse oder Flurstücknummer, Flur oder Gemarkung suchen

Schritt 3: Flurstücke markieren

Im nächsten Schritt können Sie die Flurstücke, deren Flurstücknummern Sie erhalten wollen, durch Markierung des Umrisses einsehen. Dafür sehen Sie einen kleinen blauen Punkt an Ihrer Maus auf dem Bildschirm, wenn Sie sich über der Karte befinden. Mit diesem Punkt klicken sie in die Ecken der Umrandung des Flurstücks, wie im folgenden Screenshot gezeigt.

Zum finalisieren Ihrer Auswahl, klicken Sie auf den ersten Punkt, den Sie gesetzt haben, so dass Ihre Punkte eine komplette Umrandung der Fläche ergeben.

Klicken Sie die Ecken des Flurstücks

Schritt 4: Flurstückinformationen erhalten

Nachdem Sie Ihren Umriss komplettiert haben, erscheint auf der rechten Seite eine Informationsbox, aus der Sie alle Informationen zu der Fläche entnehmen können.

Auf der rechten Seite Informationen einsehen

 

Was ist Ihre Freifläche wert?

Sie möchten wissen, wie hoch der Pachtpreis für Ihr Ackerland oder Grünland ist? Unser Pachtrechner berechnet einen möglichen Pachtpreis für Ihre landwirtschaftliche Fläche.

Pachtpreis berechnen