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Wie wir die Zahlen berechnen — offen dokumentiert
Diese Seite erklärt jede einzelne Eingangsgröße, jede Annahme und jede Berechnung, die hinter den Live-Countern auf /energiewende steht. Alle Werte sind nachvollziehbar, alle Quellen verlinkt. Snapshot-Stichtag: 31. März 2026.
Installierte Leistung (Snapshot)
Die Snapshot-Werte spiegeln den Stand zum 31. März 2026 wider und stammen aus der Pressemitteilung der Bundesnetzagentur zum Marktstammdatenregister-Stand sowie aus den Q1-2026-Berichten der Branchenverbände.
| Kennzahl | Wert | Hauptquelle |
|---|---|---|
| Photovoltaik gesamt | 119 GW | BNetzA / MaStR |
| Photovoltaik Freifläche | 40 GW | BSW-Solar Q1 2026 |
| Wind onshore | 69,2 GW | BNetzA / iwr.de Q1 2026 |
| Wind offshore | 9,7 GW | Stiftung Offshore-Windenergie |
| Batteriespeicher gesamt | 27,4 GWh | BSW-Solar 03.05.2026 |
| Batteriegroßspeicher (>1 MWh) | 5,06 GWh | BSW-Solar / Solarserver |
Tägliche Zubau-Geschwindigkeit
Die Live-Hochrechnung zwischen Snapshot-Updates basiert auf den Q1-2026-Tagesmittelwerten. Wir extrapolieren linear, also ohne Saisonalität, um keine Scheingenauigkeit zu erzeugen. Die echten Werte schwanken durch Wetter, Genehmigungsstaus und Ausschreibungstermine.
- Photovoltaik: 36,5 MW/Tag (entspricht 3,28 GW Q1 2026 / 90 Tage).
- Wind onshore: 11,8 MW/Tag (entspricht 1,065 GW Q1 / 90 Tage).
- Wind offshore: 5,2 MW/Tag (entspricht 0,468 GW Q1 / 90 Tage).
Gesetzliche Ziele
Die Endpunkte der Lücken-Visualisierung sind die in deutschem Recht verankerten Ausbauziele:
- 215 GW Photovoltaik bis Ende 2030 — § 4 Nr. 3 EEG 2023.
- 115 GW Wind onshore bis Ende 2030 — § 4 Nr. 1 EEG 2023.
- 30 GW Wind offshore bis Ende 2030 — § 1 WindSeeG (Pfad: 40 GW bis 2035, 70 GW bis 2045).
- 80 % EE-Anteil am Bruttostromverbrauch bis 2030 — § 1 Abs. 2 EEG 2023.
- Klimaneutralität bis 2045 — § 3 KSG (Bundes-Klimaschutzgesetz).
Hektar-Lücke
Wir übersetzen die Photovoltaik-Lücke in einen Hektar-Wert mit zwei Annahmen:
- Laut § 4 Nr. 3 EEG 2023 verteilt sich das 215-GW-Ziel je zur Hälfte auf Dach- und Freiflächen-Anlagen. Die Hektar-Lücke wird also auf die halbe Gesamt-Lücke gerechnet.
- Moderne Freiflächen-Solarparks brauchen 1000 Hektar pro Gigawatt (Konsens Fraunhofer ISE / UBA / Öko-Institut). 2006 waren es noch 4.100 ha; die Modul-Wirkungsgrade haben sich seitdem verdoppelt.
Live-Counter: "Was passiert, während Sie hier sind"
Die drei Counter in dieser Sektion teilen jährliche Gesamtwerte auf Sekunden auf — eine bewusst lineare, nicht-saisonale Hochrechnung.
CO₂-Ausstoß Deutschland
Basis: Deutschlands Treibhausgas-Gesamtemissionen 2024 nach UBA-Bilanz, rund 656 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalent. Geteilt auf 31.536.000 Sekunden im Jahr ergibt das rund 20,8 Tonnen pro Sekunde. Der Wert sinkt von Jahr zu Jahr (UBA: −18 % seit 2010), die Hochrechnung wird jährlich aktualisiert.
Fossile Energie-Importe
Basis: Aggregat der deutschen Importausgaben für Erdöl, Erdgas und Steinkohle in einem typischen Jahr — konservativer Mehrjahresmittelwert von rund 95 Mrd. €. Quellen: Destatis Außenhandel-Statistik, BMWK Energiedaten-Gesamtausgabe. Wir vermeiden bewusst die Krisen-Spitzenwerte 2022 (deutlich über 130 Mrd. €), die durch die Russland-Krise stark verzerrt waren. Pro Sekunde: rund 3.012 €.
CO₂-Einsparung durch Erneuerbare
Basis: UBA-Auswertung "Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger 2024". Der Beitrag der Erneuerbaren in Strom-, Wärme- und Verkehrssektor vermied 2024 rund 254 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalent. Pro Sekunde: rund 8,1 Tonnen.
Was die Energiewende heute schon leistet
Drei statische Vergleichszahlen, die die Größenordnung der heute installierten Erneuerbaren greifbar machen.
Haushalte rechnerisch versorgbar
262 TWh EE-Stromerzeugung 2025 (Fraunhofer ISE / AGEB vorläufig) ÷ 3.500 kWh durchschnittlicher Haushaltsverbrauch pro Jahr (BDEW) ergibt rund 75 Mio. Haushalte. Deutschland hat tatsächlich nur 41.5 Mio. Haushalte. Die Erneuerbaren produzieren also rein rechnerisch fast das Doppelte des deutschen Haushaltsbedarfs. In der Praxis fließt EE-Strom natürlich auch in Industrie und Verkehr.
2024 abgeregelt
Wind- und Solarstrom, der physikalisch erzeugt werden konnte, aber wegen Netzengpässen und fehlender Speicher abgeschaltet werden musste: 5,8 TWh (Bundesnetzagentur Quartalsberichte "Netz- und Systemsicherheit"). In Haushaltsäquivalenten: 1,7 Mio. Haushalte für ein Jahr. Das ist die direkte Begründung, warum BESS-Großspeicher gerade einen Boom erleben.
Personen pro Hektar Solarpark
800 MWh Stromertrag pro Hektar Freifläche pro Jahr (Fraunhofer ISE Konsens 2025/26) ÷ 6.500 kWh Pro-Kopf-Verbrauch (AGEB) = ~123 Personen pro Hektar. Die Zahl macht greifbar, wie effizient PV pro Fläche ist: Eine Familie zu vier deckt sich mit etwa 0,03 Hektar, also der Größe eines kleinen Vorgartens.
EE-Anteil am Bruttostromverbrauch
Wir zeigen drei Zeitpunkte: den Jahresendwert 2025 (55.1 %, UBA / AGEE-Stat), den vorläufigen Q1-2026-Wert (53 %, BDEW / ZSW) und das gesetzliche 2030-Ziel (80 %). Q1-Werte liegen wegen schwacher Sonneneinstrahlung typischerweise 2–3 Prozentpunkte unter dem Jahresmittel. Der Vergleich Q1 2026 ↔ Jahresendwert 2025 ist also kein Rückschritt, sondern saisonale Normalität.
Aktualisierung
Die Snapshot-Werte werden monatlich nach der BNetzA-Pressemitteilung zum Marktstammdatenregister aktualisiert (typischerweise Mitte des Folgemonats). Wind- und Speicher-Quartalswerte folgen den Q-Berichten von iwr und BSW-Solar. Die 2030-Ziele werden nur bei tatsächlicher Gesetzesänderung angepasst.
Die letzte Aktualisierung erfolgte am 31. März 2026.
Vollständige Quellenliste
- Bundesnetzagentur: Ausbau Erneuerbare Energien 2025 (Pressemitteilung) — 2026-01-08
- Bundesnetzagentur: Marktstammdatenregister — fortlaufend
- Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland — 2026-01
- Fraunhofer ISE: Stromerzeugung 2025: Wind und Solar führen — 2026-01-02
- Umweltbundesamt / AGEE-Stat: Erneuerbare Energien in Deutschland 2025 (Hintergrundpapier) — 2026-03
- BDEW / ZSW: Erneuerbare decken 53 Prozent des Stromverbrauchs im 1. Quartal 2026 — 2026-04
- Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar): Rekordzubau bei Batteriespeichern — 2026-05-03
- iwr.de: Windenergie-Zubau in Deutschland steigt im 1. Quartal 2026 um fast 50 Prozent — 2026-04
- Stiftung Offshore-Windenergie / Deutsche WindGuard: Status des Offshore-Windenergieausbaus Jahr 2025 — 2026-01
- Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE): Flächenbedarf der Windenergie an Land — 2024
- Bundesministerium der Justiz: Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 (Volltext) — in Kraft seit 01.01.2023
- Bundesministerium der Justiz: Windenergie-auf-See-Gesetz — Novelle 01.01.2023
- Bundesministerium der Justiz: Bundes-Klimaschutzgesetz — Novelle 17.07.2024
- Umweltbundesamt: Treibhausgas-Emissionen in Deutschland (jährliche Daten) — fortlaufend, jährliche Bilanz
- Umweltbundesamt: Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger 2024 — 2025
- Statistisches Bundesamt (Destatis): Außenhandel — Importe nach Warengruppen (Erdöl, Erdgas, Kohle) — fortlaufend, monatliche Daten
- Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK): Energiedaten und Energiepreise — Gesamtausgabe 2024/25
- Bundesnetzagentur: Quartalsbericht Netz- und Systemsicherheit (Engpassmanagement) — quartalsweise
- Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB): Energiebilanzen für die Bundesrepublik Deutschland — 2024/25
- Umweltbundesamt / AGEE-Stat: Hintergrundpapier Erneuerbare Energien in Deutschland 2024 — März 2025
- Bundesverband Wärmepumpe (BWP): Absatzzahlen Wärmepumpen — Deutschland — fortlaufend
- Kraftfahrt-Bundesamt (KBA): Pkw-Bestand und Neuzulassungen alternative Antriebe — fortlaufend
- Fraunhofer ISE: Energy-Charts: Stromerzeugung und Strommix Deutschland — fortlaufend, Tagesdaten
- Bundesnetzagentur: Strommarktmonitoring — negative Strompreise und Engpassmanagement — fortlaufend
- Bundesnetzagentur: Lagebericht zur Gasversorgung Deutschlands — fortlaufend
- Bundesnetzagentur / Übertragungsnetzbetreiber: Netzentwicklungsplan Strom 2023-2037 (bestätigt) — alle 2 Jahre